Denon: neues Flaggschiff

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Neue Nubert-AppWährend die Receiver-Flaggschiffe von Pioneer, Onkyo, Yamaha und Marantz seit Herbst erhältlich sind, kommt Denons Schlachtschiff erst im Januar auf den Markt.

Der 2.800 Euro teure AVR-X7200W hebt sich mit seinem voluminöseren Gehäuse bereits äußerlich vom 800 Euro günstigeren AVR-X5200W (Test in Ausgabe 11) ab. Der Zuwachs von rund drei Zentimetern in Höhe wie Tiefe ist durch den größeren „High Current“-Transformator bedingt. Er soll in Verbindung mit stärkeren Blockkondensatoren (2 x 22.000 statt 15.000 Mikrofarad) eine stabilere Stromversorgung gewährleisten. Herzstück des X7200W sind die speziell für Denon entwickelten DHCT-Leistungstransistoren der Endstufen. Im Unterschied zum 5200er sitzen die in Form von neun Monoblock-Platinen aufgebauten Leistungsverstärker nicht in einer Reihe, sondern symmetrisch links und rechts an den Seitenwänden. Ein solcher Aufbau bietet den Vorteil, dass mehr Platz für die Kühlkörper zur Verfügung steht. Die maximale Ausgangsleistung je Kanal steigt ebenfalls, wenn auch nur von 205 auf 210 Watt. Neben der potenteren Stromversorgung sollen das AL32 Processing Multichannel statt AL24 Processing Plus zur Klangsteigerung beitragen. Hinter den Schlagworten verbergen sich laut Denon-Marketing-Officer Henning Juknat andere DACs: Während im 5200er 24-Bit-Multikanal-DACs für die Wandlung des Datenstroms in ein Audiosignal zuständig sind, kommt beim 7200er je Kanalpaar ein 32-Bit-Stereo-DAC vom Typ AK4490 zum Einsatz.

Bei den 3D-Tonformaten bleibt alles wie gehabt: Dolby Atmos ist an Bord, die Auro-3D-Konkurrenz kann man für 150 Euro nachrüsten. Mit neun Endstufen lassen sich ebenso viele Lautsprecher befeuern; unter Zuhilfenahme der Vorverstärkerausgänge und einem Stereo-Verstärker kann man auf elf Lautsprecher aufrüsten.

Denons Top-Modell leitet 4K-Sig­nale mit bis zu 60 Hertz durch und skaliert niedriger aufgelöstes Video zu 4K hoch.  Auf HDCP 2.2-kompatible HDMI-Chips verzichtet Denon wie bislang alle Hersteller mit Ausnahme von Onkyo. Denon begründet die Entscheidung mit der ihrer Meinung nach unzureichenden Bildqualität der  verfügbaren Hardware. Im kommenden Frühjahr will man aber eine Hardware-Aufrüstoption anbieten, die Denons größten Verstärker fit für den kommenden 4K-Kopierschutzstandard macht.

Zu guter Letzt verfügt der AVR-X7200W über eine aufwändigere Fernbedienung mit Display und mehr Anschlüsse als der kleinere Bruder. Neben einem zusätzlichen USB-Eingang sowie vier YUV-Eingängen gehört ein analoger 7.1-Mehrkanaleingang zum Buchsenpark.

Denon: neues Flaggschiff
Das 2.800 Euro teure  Denon-Flaggschiff AVR-X7200W gibt es in Premium-Silber und in Schwarz.

 

 

 

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