Metz in finanzieller Schieflage

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Metz in finanzieller SchieflageNach Loewe jetzt auch Metz: Die traditionsreichen deutschen TV-Hersteller stehen derzeit unter keinem guten Stern. Das Unternehmen mit Sitz im fränkischen Zirndorf hat Insolvenz angemeldet. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens mit rund 540 Mitarbeitern laufe aber ohne Einschränkungen weiter, teilte Metz in einer Presseerklärung mit. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten seien über das Insolvenzgeld für drei Monate bis Ende Januar 2015 gesichert.

„Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, betonte der Insolvenzverwalter. Die Chancen dafür stünden gut: Metz verfüge über eine renommierte Marke, eine wettbewerbsfähige Technologie und hochqualifizierte Mitarbeiter. In den kommenden Wochen will der Insolvenzverwalter gemeinsam mit der Geschäftsführung die zur Verfügung stehenden Sanierungs­optionen prüfen. Denkbar seien sowohl ein Insolvenzplan als auch die Sanierung des Unternehmens über den Einstieg eines Investors.
„Der Geschäftsbetrieb wird im vorläufigen Insolvenz­verfahren in vollem Umfang fortgeführt“, unterstrich Metz-Geschäftsführer Norbert Kotzbauer. Die Produktion und Lieferfähigkeit seien gesichert, dies treffe auch auf den Kundendienst mit Hotline und die Ersatzteilversorgung zu. 



Wie andere europäische Hersteller auch hatte die TV-Sparte von Metz seit Jahren unter den andauernden Strukturproblemen der Fernseher-Geräte-Branche zu leiden. Mit einem wertmäßigen Marktanteil von rund 16 Prozent im Oktober 2014 hatte sich Metz im Handel nach den Rückgängen der letzten Jahre zwar wieder stabilisiert. Die dafür nötigen Investitionen hätten jedoch an der Substanz des Unternehmens gezehrt, hieß es. Mitbewerber Loewe blickt etwas mehr als ein Jahr nach der Insolvenz wieder positiv in die Zukunft und kündigte bereits schwarze Zahlen an. Auch für Metz könnte der Einstieg eines Investors den Weg aus der Krise bedeuten.

Metz in finanzieller Schieflage

Metz ist für die Produktion hochwertiger Fernseher bekannt,
leidet aber unter dem allgemeinen Preisdruck.

 

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