Panasonic: Full-LED bei UHD

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Panasonic: Full-LED bei UHDPanasonic präsentierte in Hamburg die innovative Technik der neuen 900er-TV-Flaggschiffe. Auf die ersten OLED-TVs müssen wir aber noch warten.

Auf die Frage, ob die „Professionell“-Bildmodi besser als die „THX“-Einstellung seien, antwortete Toshiya Mizuno, seines Zeichens Chief Picture Quality Engineer bei Panasonic, mit einem vielsagenden Lächeln: Der TV-Hersteller hatte die Fachpresse, darunter AV-Redakteur Florian Goisl in die deutsche Konzern-Niederlassung eingeladen, um über die Technik-Highlights der neuen 944/904er-Serie zu berichten. Panasonic definiert Bildqualität nicht nur an augenfälligen Attributen wie heller, bunter, schärfer, sondern orientiert sich an Standards – wie Marketing Manager Gabor Szegner (Bild unten) in seinem Vortrag zur Gamma-Kurve nach ITU-Empfehlung 1886 betont –, an die sich der TV im „Professionell“-Bildmodus hält. Die Kurve legt fest, nach welchem Schema die relative Bildhelligkeit des Monitors dem Videosignal folgt. Macht er dabei Fehler, zeigen sich schlimmstenfalls Kompressions-Blöcke, Abstufungen oder es verschwimmen Details. Displays mit Full-LED-Backlights wie die High-End-Panasonics mit 128 Dimm-Zonen stellen eine besondere Herausforderung dar: An dunklen Bildstellen muss die lokale LED-Gruppe für tiefes Schwarz abgedimmt werden, zugleich sollen hellere Motive ihre urspüngliche Strahlkraft behalten. Liegen sie in einer dunklen LED-Zone, gelingt dies in bestimmten Grenzen nur durch Aufhellen des Videosignals. Die Kunst besteht nun darin, hohen Kontrast mit möglichst wenig Artefakten zu erkaufen, was dem Hersteller durch verschiedene Maßnahmen wie einer feineren Ansteuer-Matrix gelungen sein will.

Panasonic: Full-LED bei UHD 
Der Marketing Manager Gabor Szegner erläutert Details
zu den drei neuen Fernsehern der 900er-Baureihe.

Doch so überzeugend die Bildqualität der neuen LCD-Fernseher auch war, stellt sich die Frage, wann Panasonic Fernseher mit der zukunftsweisenden OLED-Technik auf den Markt bringt. Auf Nachfrage winkten die japanischen Strategen ab. Auch wenn andere vorpreschen, ist OLED laut Panasonic noch nicht vermarktbar. So wisse man nicht, wie es um die Helligkeit und Farbtreue eines OLED-TVs nach zwei Betriebsjahren bestellt sei. Ein Redakteurs-Kollege hatte mit dem Einwurf „Wo liegt das Problem, wenn die Garantiedauer ebenso lang ist?“ die Lacher auf seiner Seite. Auch in Sachen gebogene Schirme (Curved-Displays) wollen die Japaner erst einmal den Markt beobachten.

Panasonic: Full-LED bei UHD

TV-Stratege Toshihiro Takagi präsentiert die neue App des TV-Streaming-Portals Netflix. 

IM vergleich: TV gegen Studio-OLED

Auf die akkurate Farbdarstellung ihrer TV-Flaggschiffe sind die Entwickler besonders stolz: 8.000 Korrekturpunkte sorgen dafür, dass der TV schon ab Werk saubere Farben zeigt. Zur Demonstration stellten sie neben dem TV einen OLED-Studiomonitor auf, den – wie das abgeklebte Firmenschild verriet – die Konkurrenz beisteuerte. Auch wenn die abweichende Größe der beiden Displays den Vergleich erschwerte, zeigte sich, dass der Panasonic dem Studiodisplay oft nahe kommt. In bestimmten Nuancen schlichen sich trotzdem Abweichungen ein, wie wir auch beim Test des 55-Zöllers feststellen konnten. Die Farb-Kalibrierung lohnt sich deshalb auch bei hochwertigen Fernsehern.   

 

Panasonic: Full-LED bei UHD

Für den Direktvergleich ist neben dem TV ein Studiomonitor aufgebaut.

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