Olympia 2020: Live-Übertragungen in 8K

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Olympia 2020: Live-Übertragungen in 8KWährend Hersteller und Inhalte-Lieferanten in Europa zurzeit eifrig darum bemüht sind, das zarte Pflänzchen Ultra-HD aufzupäppeln, ist man in Japan einen Schritt weiter. Auf der Branchenschau Ceatec in Chiba bei Tokio Anfang Oktober bekamen Besucher den Eindruck vermittelt, als sei Ultra-HD mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten schon Standard. Unter anderem flimmerte der WM-Triumph der deutschen Fußballnationalmannschaft vom vergangenen Sommer in Brasilien super­scharf über die Bildschirme.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa wollen die Japaner die Olympischen Sommerspiele im Jahr 2020 aus Tokio in so brillanter Qualität wie noch nie übertragen. Nämlich in 8K mit 33,2 Megapixeln und einer Auflösung von 7.680 x 4.320 Bildpunkten – und zwar live und nicht aufgezeichnet als Konserve. Das sickerte am Rande der Ceatec durch. Federführend für das ehrgeizige Projekt ist die japanische Rundfunkgesellschaft NHK. Branchenkenner sehen in den Bemühungen einen staatlich subventionierten Versuch, den japanischen TV-Herstellern einen Wettbewerbsvorteil gegenüber südkoreanischen und chinesischen Mitbewerbern zu verschaffen.

Stellt Ultra-HD schon immense Anforderungen an den Datentransport, so sehen sich die Techniker mit 8K einer noch größeren Herausforderung gegenüber: Die hundertfache Datenmenge verglichen mit der bisherigen SD-Auflösung muss komprimiert, aber dennoch ohne sichtbare Verluste und dazu möglichst schnell per Kabel oder Satellit transportiert werden. Innerhalb nur einer Sekunde liefert eine 8K-Kamera 144 Gigabit Datenmaterial. Erste TV-Hersteller haben in der Vergangenheit zwar schon 8K-Fernseher vorgestellt, bislang jedoch lediglich als Prototypen.

Olympia 2020: Live-Übertragungen in 8K

Auf der Ceatec in Japan erhielten die Besucher Einblicke in die 8K-Zukunft.

 

 

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