Panasonic SC-HTE 80 (Test)

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Panasonic SC-HTE 80 – Sound-Deck für 300 €

Panasonic SC-HTE 80  - Sound-Deck für 300 €Auf den ersten Blick sieht das „Speaker Board“ von Panasonic fast wie ein zu groß geratener Blu-ray-Player aus. Erst aus der Nähe verrät die nicht abnehmbare Gitterlochblende, dass es sich hier um einen kompakten TV-Klang-Verbesserer handelt, der selbst auf kleine Tische passt und bis zu 30 Kilogramm schwere Fernseher trägt.

Das neunstellige, abdunkelbare LED-Display informiert unter anderem über Tonquelle und Lautstärke, während sich an der rechten Seite ein NFC-Koppelfeld sowie Tasten für Power, Quelle und Lautstärke befinden. Die Anschlüsse wurden zusammen mit zwei Bassreflexröhren nach hinten verfrachtet. Erstere sind mit analogem, optischem und HDMI-Ein- und -Ausgang (ARC) plus Bluetooth reichhaltig vertreten; nur für Servicezwecke ist der USB-Port vorgesehen. Geschmackssache ist die unübersichtliche Klangeinstellung: Uns wären Regler für Bässe, Höhen und Raumklang lieber als die vielen miteinander kombinierbaren Effekte. Lob verdient dafür die feine, 100-stufige Lautstärkeregelung, mit der sich auch leise Tonquellen sauber aussteuern lassen. Herzstück des 300-Euro-Decks sind die Lautsprecher, die sich aus zwei Acht-Zentimeter-Tieftönern (am Boden) und zwei 38 x 90 Millimeter großen Breitband-Ovalchassis rekrutieren.

 

Kompaktes Basswunder

Wer denkt, dass aus derart kleinen Treibern nichts Vernünftiges kommen kann, wird eines Besseren belehrt: Das Panasonic-Deck spielt bis 60 Hertz straff auf, wodurch es Pop-Musik profund reproduziert. Auch Filmexplosionen wirken druckvoll, obgleich die Höchstlautstärke von 81 Dezibel mit Bassrumpeln nicht übermäßig hoch ist und Rappel-/Strömungsgeräusche auftreten. Die Breitband-Treiber geben die obersten Höhen recht leise wieder, wodurch es speziell obertonreichen Instrumenten wie Streichern etwas an Glanz fehlt. Bedingt durch ihren Abstand von nur 32 Zentimetern überzeugt die Stereowirkung nur mit zugeschaltetem 3D-Effekt, der die Ortung unpräziser, aber weitläufiger macht: Wo vorher die Fangesänge im Fußballspiel eingeengt von vorne zu kommen scheinen, hüllen sie den Hörer nun sauber ein, sofern er mittig Platz nimmt. Eine realistische Surround-Wirkung erzielt die „Virtual Speaker“-Technik von Dolby aber nicht, weil sich die vorderen und hinteren Stereokanäle klanglich praktisch nicht unterscheiden lassen. Der Sportkommentator kann mit 94 Dezibel (gemessen mit einem 400-Hertz-Ton) sehr laut wiedergegeben werden, allerdings erklingt er auf seitlichen Plätzen etwas dumpf. Bei Bluetooth-Wiedergabe überzeugt der auch mit leisen Signalen kristallklare, rauschfreie Klang. Anders als beim Philips kann man mit der Fernbedienung leider nicht die Wiedergabe pausieren.

 

Panasonic SC-HTE 80 - Sound-Deck für 300 €
Platzsparer: Das „Speaker Board“ von Panasonic kostet 300 Euro.
Mit 6 x 46 x 28 Zentimetern ist das in Schwarz und Silber erhältliche Sound-Deck kompakt,
dennoch darf man bis zu 30 Kilogramm schwere TVs darauf abstellen.   

 

Fazit

Die Stärken des Panasonic-Sounddecks liegen im kompakten Formfaktor, in der guten Ausstattung und der bei Bedarf hohen Lautstärke im Bass wie bei Stimmen. Das höhenarme Klangbild ist allerdings nicht ganz ausgewogen.   Florian Goisl

 

Technische Ausstattung und Bewertung 
 	Panasonic SC-HTE 80 - Sound-Deck für 300 €

 

 

 

 

 

Der Testbericht Panasonic SC-HTE 80 (Gesamtwertung: 70, Preis/UVP: 300 Euro) ist in audiovision Ausgabe 6-2014 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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