Fakten-Check: verstümmelte Eastern

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Fakten-CheckDer asiatische Martial-Arts-Film erfreut sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit. Deutsche Veröffentlichungen sind Fans aber oft ein Graus, denn unter dem PR-Deckmantel „Internationale Fassung“ wird Kampfsport-Kino leider häufig nur drastisch gekürzt vermarktet.

Zu den Gründen zählen lange Laufzeiten, zu viel Gewalt oder kulturelle Anspielungen und Eigenheiten (z.B. der chinesische Humor), die in Europa wie Amerika auf Unverständnis stoßen könnten. Damit nicht genug, regelmäßig wird auch der Soundtrack getauscht. Besonders die amerikanische Weinstein Company verunstaltet mit Vorliebe asiatische Filmperlen für den westlichen Markt. Umso ärgerlicher, dass deutsche Verleiher oft auf jene US-Mutationen zurückgreifen; auch die Blu-ray zu "Dragon" (Test siehe hier) beruht auf dem gekürzten US-Cut.

Das Negativbeispiel machte Schule: Schnippelten bis vor einigen Jahren nur Vertriebe an Filmen herum, produzieren mit Blick auf den Weltmarkt heute auch asiatische Film-Studios selbst Kurz-Versionen für die westliche Welt. Dabei stehen weniger Gewalt- als vielmehr Handlungsschnitte im Vordergrund. Wer das Original sehen möchte, kommt daher um teure Import-Scheiben oft nicht herum.

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