Fakten-Check: John Hughes – Teenie-König der 80er

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Fakten-CheckMitte der 1980er-Jahre gab es US-Teenie-Streifen wie Sand am Meer – die meisten hatte man schnell wieder vergessen. Die Filme des 1950 in Michigan geborenen John Hughes bilden die rühmliche Ausnahme. Denn im Gegensatz zu den Regie-Kollegen verlieh der Ex-Redakteur des kultigen Satiremagazins „National Lampoon“ seinen heranwachsenden Protagonisten Tiefe und Glaubwürdigkeit.

Neben den Schrecken der Pubertät machte es sich Hughes zum Ziel, das Bild der sauberen US-Familie zu demontieren. Da vergessen die Eltern den 16. Geburtstag ihrer Tochter („Sixteen Can­dles“) oder drücken Zigaretten auf dem Arm ihres Sohnes aus („Breakfast Club“). Selbst bei reinen Teenie-Komödien wie „LISA“ oder „Ferris macht Blau“ läuft Hughes mit Herz und Verstand Sturm gegen Autoritäten.

Auch Filme, wo Hughes lediglich das Drehbuch lieferte, tragen seine Handschrift: unter anderem die Aschenputtel-Story „Pretty in Pink“ und die Dreiecks-Romanze „Ist sie nicht wunderbar?“. Ende der 1980er kehrte der 2009 an einem Herzinfarkt verstorbene Hughes dem Teenie-Film den Rücken – nur um sich als Produzent der „Kevin allein zu Haus“-Filme in den 1990ern eine goldene Nase zu verdienen.

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