Nubert Nuline AW-1100 (Test)

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Nubert Nuline AW-1100 – Subwoofer für 965 Euro

Nubert Nuline AW-1100 - Subwoofer für 965 €Im Vergleich zum AW-1000 (Test in audio­vision 8-2008) wirkt der AW-1100 schlanker, da er vier Zentimeter schmaler und sechs Zentimeter höher ist. Es gibt ihn mit Oberflächen in Platin, Schwarz, Kirsche und Nussbaum mit schwarzem Gitter oder mit Korpus und Gitter in Weiß. Obwohl die Verstärkerleistung leicht gesteigert wurde, blieb es beim Preis des Vorgängers von 965 Euro.

 

Technik

Die Aktivelektronik leistet im Vergleich zum AW-1000 rund 20 Watt mehr, nämlich 320 Watt Sinus respektive 380 Watt Musik. Der modifizierte Zwölf-Zoll-Treiber soll höhere Belastungen verkraften. Damit kommt der AW-1100 sogar den Eckdaten des 600 Euro teureren Topmodels Nuvero AW-17 nahe (Test in audiovision 4-2013). Der 36-Kilogramm-Bolide steht auf vier großen Füßen, die mit herausnehmbaren Gummiabsorbern guten Stand auf Parkett oder Teppich bieten. Das 25 Millimeter starke MDF-Gehäuse ist innen sorgfältig gedämmt und mehrfach versteift, während die Doppeltrompete des riesigen Reflexkanals Strömungsgeräusche reduziert und den Tiefbass steigert. Über das Subsonic-Filter lässt sich die untere Grenzfrequenz von 20 auf 30 Hertz hochsetzen, was die Belastbarkeit steigert. Aktiviert man die Taste "Soft Clip", schützt Nuberts automatische Schutzschaltung vor einer Überlastung von End­stufe und Chassis. Unabhängig von der Einstellung der Tiefpass-Frequenz für den Subwoofer kappt ein weiteres Hochpassfilter die Bässe der Satelliten­boxen im Frequenzbereich zwischen 40 bis 200 Hertz. Alle Einstellungen zum Subsonic-Filter, der Phase sowie der Trennfrequenz werden im Display angezeigt und lassen sich auf vier Presets speichern. So kann man per Fernbedienung bequem vom Sofa aus zwischen verschiedenen Party-, Musik- und Heimkino-Einstellungen umschalten.

Nubert Nuline AW-1100 - Subwoofer für 965 € 
Flexibel: Das Terminal bietet Ein- und Ausgänge über Cinch- und Bananenbuchsen.
Nach zehn Minuten ohne Signal wechselt der Subwoofer
automatisch in den Standby.

 

Tonqualität

Der AW-1100 steigt abgrundtief in den Frequenzkeller und drückt in minimaler Tiefpassstellung 18 Hertz mit nur drei Dezibel Abfall in den Raum – sagenhaft! In dieser Einstellung werden allerdings höhere Basstöne schon ab 30 Hertz abgesenkt (siehe Seite 63). Wenn der Sub bei einer praxisgerechten Tiefpasseinstellung Bässe bis 80 Hertz überträgt, baut er aber immer noch satten Druck bis 21 Hertz auf – kaum ein anderer Subwoofer unter 1.000 Euro schafft das. Dank der extrem tiefen Reflexabstimmung wird der Membranhub dabei bedämpft und die Belastbarkeit erhöht, weshalb der Langhubtreiber selbst heftige Explosionen wegsteckt. Tiefste Basstöne um 25 Hertz stehen bei hoher Lautstärke verblüffend klirrfrei und stabil im Raum. Beim Titel "Los" von Rammstein setzt die Bassdrum ungemein wuchtig Akzente, wirkt riesig in den Dimensionen und hallt im Tiefbass lange nach, was mancher Konkurrent unterschlägt. Bässe jeder Tonhöhe klingen intensiv, sauber und klirrfrei, da der AW-1100 keine Vorzugsrichtung oder Lieblingsfrequenz kennt. Im Bond-Streifen "Casino Royale" setzt er bei der Verfolgungsjagd am Flugplatz krachende Pistolenschüsse ebenso überzeugend in Szene wie das unfassbar tiefe Grollen der durchstartenden Boing-747. Dabei schafft er je nach Tiefpasseinstellung Pegelspitzen zwischen 107 und 110 Dezibel und verhindert bei aktivem Soft-Clipping unangenehme Verzerrungen. Bis zu 111 Dezibel sind mit Sub-Sonic-Filter möglich, doch dann spielt der Subwoofer nur noch bis circa 36 Hertz hinab und klingt etwas zu brav.

Nubert Nuline AW-1100 - Subwoofer für 965 €
965 Euro: Der AW-1100 aus der Nuline-Serie wirkt schlanker als der AW-1000,
treibt den mächtigen Zwölf-Zöller aber mit noch stärkerer Elektronik an.

Die Wirkung des Subsonic-Filters beim AW-1100

In der 30-Hertz-Stellung kappt das Subsonic-Filter den Tiefbass. Bei maximaler Tiefpassfrequenz (rote Kurve) liegt der Minus-Drei-Dezibel-Punkt dann bei 40 Hertz und erreicht in der praxisnahen 80-Hertz-Einstellung (grüne Kurve im Diagramm) 36 Hertz. Das Filter begrenzt der Membranhub stark, weshalb der unverzerrte Schalldruck auf bis zu 111 Dezibel ansteigen kann. Die minimale Tiefpass-Einstellung sollte man nicht mit dem Filter kombinieren, da die Sperrdämpfung den Wirkungsgrad deutlich senkt (schwarze Kurve). Bei Nuberts Top-Modell AW-17 gefällt uns das Subsonic-Filter etwas besser, da es Bässe bis 30 Hertz hinab fast ungefiltert durchlässt und nur die ganz tiefen Bässe kappte. Wegen der hohen mechanischen Belastbarkeit empfehlen wir die 20-Hertz-Stellung – außer man will Ärger mit dem Nachbarn vermeiden.

Nubert Nuline AW-1100 - Subwoofer für 965 €

Deutlich weniger Tiefbass: In 30-Hertz-Stellung kappt das Sub-Sonic-Filter des AW-1100
tiefe Bässe schon ab circa 40 Hertz. Wir empfehlen die 20-Hertz-Stellung. 

  

 

 

Fazit:

Der Nubert AW-1100 lässt sich komfortabel bedienen und begeistert mit extrem sattem Tiefbass. Musik klingt eine Dimension kraftvoller und räumlicher als bei anderen Subwoofern, deftige Soundtracks schlagen im Tiefbass gnadenlos zu. Folgerichtig tummelt sich der vergleichsweise preiswerte AW-1100 mit 92 Punkten in der Referenzklasse und holt sich klar den Testsieg.   Udo Ratai

Nubert Nuline AW-1100 - Subwoofer für 965 €

Nubert Nuline AW-1100 - Subwoofer für 965 €

Nubert Nuline AW-1100 - Subwoofer für 965 €


Technische Ausstattung und Bewertung 

Nubert Nuline AW-1100 - Subwoofer für 965 €

 

 

 

Der Testbericht Nubert Nuline AW-1100 (Gesamtwertung: 92, Preis/UVP: 965 Euro) ist in audiovision Ausgabe 6-2013 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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