Philips 46 PFL 7007 (Test)

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Philips 46 PFL 7007 – 3D-LED-TV für 1.800 Euro

Philips 46 PFL 7007 - 3D-LED-TV für 1.800 €Markenzeichen des Philips ist die integrierte TV-Leuchte Ambilight. Im Unterschied zur teureren 8000er-Serie strahlen ihre LEDs hier nur zu den Seiten und nicht zusätzlich nach oben ab. Im Internet gibt es den 3D-TV samt Shutter-Brille mit Dual-Play-Unterstützung ab 1.600 Euro. .


Ausstattung und Bedienung

Praktisch: Der Fuß lässt sich zur Wandhalterung umfunktionieren und beherbergt die Lautsprecher. Im Internetportal NetTV stehen 60 nützliche Apps bereit, darunter exklusiv Reportagen von Spiegel TV und der BBC. 1080p-YouTube-Clips stellt der Philips aber nur in 720p-Qualität dar. Der Mediaplayer unterstützt viele Videoformate, allerdings dürfte die fehlende MPO-Wiedergabe 3D-Fotografen enttäuschen. Ein nettes Gadget ist die WiFi-Smart Screen-Funktion, mit der man das TV-Bild aufs iPad und iPhone schicken kann. Bei der Bedienung stören die langsame Reaktion der Menüs und der komplizierte Zugang zu den Bildreglern, am USB-Recorder vermissen wir einen Timer zur manuellen Aufnahmeprogrammierung. Ein wertvolles Extra ist die Fernbedienung, die mit Funktechnik große Reichweiten erzielt und dank Tastatur auf der Rückseite die Text­eingabe vereinfacht (mehr in audiovision 10-2012, Seite 18). Die praxisgerecht sortierte Stations­liste punktet mit farbigen Logos und zeigt 14 Sender auf einen Blick. Sortierfilter wie bei Panasonic und Samsung fehlen, dafür kann man Sender per direkter Namenseingabe aufspüren. Die Umschaltzeit ist mit knapp drei Sekunden eher lahm.

Philips 46 PFL 7007 - 3D-LED-TV für 1.800 €
Raffiniert: Die griffige, matte Funk-Fernbedienung
mit vollwertiger Quertz-Tastatur
auf der Rückseite.

 

Philips 46 PFL 7007 - 3D-LED-TV für 1.800 €
Reichhaltig: Das Anschlussfeld umfasst fünf HDMI-
Buchsen mit ARC-Funktion und drei USB-Anschlüsse.

 

 

Bildqualität Fernsehen

Mit seinem tiefschwarzen und dennoch gut entspiegelten Hochglanzschirm zaubert der Philips am Tag ein brillantes und kontrastreiches TV-Bild. Mit dem Regler für "Bildschirmränder" lässt sich der Bildbeschnitt feinstufig anpassen, wovon die Detailschärfe profitiert. Schnelle Laufschriften erscheinen klar lesbar, aber dunkle und kontrastarme Motive wischen deutlich nach. Typische, gut ausgeleuchtete TV-Bilder sehen dank moderater Scharfzeichnung und natürlicher Farben harmonisch aus. In großflächig dunklen Passagen grießelt das Bild hingegen stärker als im Original, bräunliche Bildpartien, etwa in Haaren, erscheinen teils abgestuft, auch wenn der Effekt weniger stark als beim 55-Zoll-Modell (Test in audiovision 10-2012) auffällt. Ein passendes Format für hochskalierte 4:3-Signale fehlt. Der Ton ist ausgewogen, wenn man die Höhen absenkt: Dialoge klingen trotz indirekter Abstrahlung klar, Musik profitiert von sonoren Bässen, verfärbungsfreien Mitten und sauberen Höhen.

Philips 46 PFL 7007 - 3D-LED-TV für 1.800 €
1.800 Euro: Der hochglänzende, schmale Chrom-Rahmen harmoniert bestens mit dem
tiefschwarzen Hochglanz-Schirm.

Bildqualität Blu-ray

Der Philips löst Details wie die Muster im Menü von "I, Robot" sauber auf. Mit Testbildern zeigt sich aber, dass er in der Voreinstellung "Film" die Bilder leicht anschärft. Schaltet man die "Spiel"-Option zu, verschwindet die Anschärfung, allerdings stehen dann die Bildregler für Filmglättung und Bildschirmränder (auch im TV-Modus) nicht mehr zur Verfügung. Die dynamische Hintergrundbeleuchtung sorgt in dunklen Bildern mit wenigen Spitzlichtern für ein makelloses Schwarz und einen satten Kontrasteindruck, produziert aber Nebenwirkungen: Weißer Text vor schwarzem Hintergrund, etwa zu Anfang von "Krabat", erscheint fahl und bläulich, und Spitzlichter übersteuern gelegentlich, so dass die Lampen in der Bar aus "Casablanca" einen gelblich-rosa Schein bekommen. Trotz Nebenwirkungen ist die Schaltung aber ein Gewinn fürs Bild. Schaltet man sie ab, kommt nämlich das bläuliche Restlicht zum Vorschein, das Bild wirkt flacher. Ansonsten gelingen dem Philips hervorragende Farben, der minimale Rosastich im Grau lässt sich mit den RGB-Reglern gut beheben. 24p-Signale stellt der TV soweit sauber dar, allerdings verschleift er den Judder, und insbesondere dunkle Motive wischen leicht nach.

Philips 46 PFL 7007 - 3D-LED-TV für 1.800 €

 

 

Fazit:

Technisch ist der Philips nicht perfekt: Das Menü rea­giert zu langsam, die Bildverbesserungsschaltungen produzieren Fehler, das 3D-Bild ist zu dunkel. Dennoch macht er viel Spaß im Heimkino, denn er bietet pfiffige Extras, satten Sound und ein plakatives Bild mit sattem Schwarz.  Florian Goisl


Philips 46 PFL 7007 - 3D-LED-TV für 1.800 €

Philips 46 PFL 7007 - 3D-LED-TV für 1.800 €

Technische Ausstattung und Bewertung 

Philips 46 PFL 7007 - 3D-LED-TV für 1.800 €

 

 

 

 

Der Testbericht Philips 46 PFL 7007 (Gesamtwertung: 75, Preis/UVP: 1800 Euro) ist in audiovision Ausgabe 12-2012 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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