Blu-ray-Test: Conan – 3D

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Blu-ray-Test: Conan – 3D"Wenn ihr kein 3D-Gerät habt, solltet ihr euch eins kaufen, denn der Film ist fantas­tisch in 3D", schwärmt Conan-Darsteller Jason Momoa im Kommentar. Beim Wort nehmen sollte man das Ex-Model nicht, denn der 3D-Konvertierung fehlt es an Plastizität, oft sieht die 3D-Version wie die 2D-Version aus.

Auch inhaltlich enttäuscht das Update des Arnold-Schwarzenegger-Actionabenteuers. Zwar versteigt sich Darstellerin Rose McGowan im Kommentar in "Es ist einfach eine verdammt gute Geschichte" – objektiv betrachtet ist selbige aber kaum existent.

Während einer Schlacht wird Conan seiner sterbenden Mutter aus dem Leib geschnitten, fortan erzieht ihn sein Vater zum Krieger. Jahre später fällt dieser dem Tyrannen Khalar Zym (Stephen Lang) und seiner Hexen-Tochter zum Opfer (McGowan). Der zum Hünen gereifte Conan sinnt auf Rache.

Weit unterhaltsamer als die vom Deutschen Marcus Nispel inszenierte Schlachtplatte ist der bereits erwähnte Kommentar. Egal ob McGowan über das Hinterteil ihres Schauspiel­kollegen referiert oder Momoa über das bulgarische Body-Double berichtet, das echten Sex vor der Kamera wollte – der Kommentar macht einfach Spaß. Ganz im Gegensatz zum einschläfernden Blabla von Herrn Nispel, der oft nur das beschreibt, was gerade zu sehen ist. Für Comic-Fans bietet "Das Erbe Conan" viele Hintergrundinfos zur Conan-Figur aus den Pulp-Magazinen, passend dazu widmet sich die Featurette über Robert E. Howard dem Leben und Werk des "Conan"-Schöpfers (11:24). Wer es lieber actionreich mag, findet mit "Battle Royal" (9:54) und "Die Entwicklung der Kampfszenen" (5:46) zwei Beiträge über die Stunts und den Dreh der Actionsequenzen.

Fazit: Unzählige Kämpfe, abgehackte Gliedmaßen und Blutfontänen täuschen nicht über die banale Barbaren-Story der Comic-Adaption hinweg. Conan- und Fantasy-Fans können einen Blick riskieren, alle anderen sollten lieber das 30 Jahre alte Original mit Arnold Schwarzen­egger anschauen.

Bild: 2D: Der Cinemascope-Transfer zeigt eine gute Detail- und Kantenschärfe, die bei den hektischen Kämpfen aber etwas nachlassen. Die erdigen Ocker­farbtöne sollen den rauen Ton der Kriegerwelt auch visuell hervorheben. In dunklen Szenen rauscht es gelegentlich (34:30).

3D: Die 3D-Konvertierung bietet nur wenig Tiefenwirkung und Plastizität, selbst der Blick in den Feuerabgrund am Ende des Filmes vermittelt kaum Raumtiefe. Ähnlich flach wirken die Figuren und Objekte. Scherenschnitte und Rahmenverletzungen sind nicht aufgefallen.

Ton: Der dynamische HD-5.1-Sound gefällt mit räumlichem Score und vielen direk­tionalen Effekten bei den Kämpfen. Auch der Bass grummelt dem Gemetzel angemessen mit viel Druck. 

Extras: Audiokommentar von Regisseur  Marcus Nispel, Audiokommentar von Jason Momoa und Rose McGowan, "Das Erbe Conans" (18:00), "Robert E. Howard: Der Mann hinter Conan" (11:24), "Battle Royal – Die Kunst des Kampfes" (9:54), "Die Entwicklung der Kampfszenen" (5:46), Filmclips (4:56), Trailer.

 

Die Wertung   
Film 2 von 6 Punkten
Bildqualität 5 von 6 Punkten
Tonqualität 5 von 6 Punkten
Bonusmaterial 3 von 6 Punkten
   
Die technischen Daten  
Anbieter Warner
Originaltitel Conan the Barbarian
Laufzeit 113 Minuten
FSK ab 18
Bildformat 2,35:1 (1080/24p)
Ton Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1
Ton Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
BD-Live nein

 

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