Samsung SP-A 8000 (Test)

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Samsung SP-A 8000 – 3D-Projektor für 5.000 €

Samsung SP-A 8000 - 3D-Projektor für 5.000 €Der 3D-Erstling von Samsung kann sich sehen lassen: Der DLP-Projektor verschönert das heimische Kinoerlebnis mit viel Helligkeit, hohem Kontrast und hervorragenden Farben.


Ausstattung und Bedienung

Für ein DLP-Gerät ist der Beamer sehr flexibel: Per Drehrad lässt sich das Bild um gut eine Bildhöhe verschieben, was Tisch- und Regalaufstellung ermöglicht. Verstellbare Füße erleichtern die horizontale Ausrichtung, integrierte Testbilder das Setup. Dank des 1,33x-Zooms eignet sich der Samsung gerade noch für Cinemascope-Bildwände. Der Raum rund um die Bildwand sollte dunkel gehalten sein, da vor allem in Tele-Stellung des Objektivs ein kleiner Streulichtfleck außerhalb des Bilds entsteht. Zoom und Fokus stellt man manuell ein.

Der Projektor basiert auf Ein-Chip-DLP-Technik mit Sechs-Segment-Farbrad; dreidimensionale Bilder entstehen im Zusammenspiel mit Shutter-Brillen. Zur Verbesserung von Schwarz und Maximalkontrast dient die Blende "Dynamic Black". Schaltungen für mehr Bewegungsschärfe gibt es nicht; auf Wunsch entfernt der "Motion Judder Canceller" Filmstottern. Das ansprechende Menü ist logisch aufgebaut.

Samsung SP-A 8000 - 3D-Projektor für 5.000 €

Übersichtlich: Die Fernbedienung
ist beleuchtet und bietet auf ihrem
übersichtlichen Tastenfeld schnellen
Zugriff auf alle wichtigen Funktionen.  

Samsung SP-A 8000 - 3D-Projektor für 5.000 €

Markenzeichen: Wie bei seinen anderen
Heimkino-Beamern setzt Samsung auf ein
abgerundetes Hochglanz-Gehäuse.

Samsung SP-A 8000 - 3D-Projektor für 5.000 €
  Fast komplett: Statt einer S-Video-Buchse findet sich am neuen Samsung
der Anschluss für einen zusätzlichen externen 3D-Transmitter.

Licht und Farbe

Nahezu perfekte Farben gelingen im AV-Modus "Film 1" und mit unseren idealen Einstellungen (siehe Kasten oben). "Film 2" erzeugt eine zu niedrige Farbtemperatur, passt aber dann, wenn die Lampe gealtert ist und man den Projektor in der Lampen-Sparstufe und mit halboffener Blende betreibt, denn dann steigt die Farbtemperatur. Regler für eine exakte Farbbalance sind vorhanden. Wenn das Lüftergeräusch bei voller Leistung nicht stört, empfiehlt sich der helle Modus: Das Lampenspektrum ist fülliger, Farben wirken brillanter und Weiß reiner. Mit 900 Lumen zählt der Samsung zu den hellsten Heimkino-Projektoren. Von den vier Farb­räumen liefert "EBU" die besten Resultate: Zwar ist der Farbort von Grün minimal verschoben, doch Rot und Blau erstrahlen optimal, während bei "HD" Grün perfekt gelingt, Rot und Blau aber zu blass wirken.

Samsung SP-A 8000 - 3D-Projektor für 5.000 €

Bildqualität Standardsignale

Samsung SP-A 8000 - 3D-Projektor für 5.000 €
Scharf: Feinzeichnung und Fokus des Samsung lassen praktisch keine Wünsche offen.

 

 

Bildqualität HDTV

Feinste Pixelmuster bildet der Samsung superscharf und mit vollem Kontrast ab. Aus HD-Signalen im Zeilensprungformat (1080/60i) bereitet er ebenfalls saubere Bilder auf: Der Zierstreifen des Flugzeugs im vierten Kapitel von "Casino Royale" flimmert nun nicht mehr – hier schwächelten frühere Samsung-Projektoren. Im Vergleich zum Samsung SP-A 800 (audio­vision 9-2009) tritt ein kleines Manko auf, denn der Fokus driftet am unteren linken und am oberen rechten Rand leicht. Der Projektor leuchtet das Bild sowohl in Sachen Helligkeit als auch in Bezug auf die Farben sehr homogen aus, wodurch eine filmische Bildwirkung entsteht. In Schwarz-Weiß-Filmen wie "Casablanca" gelingen durchgängig neutrale Graunuancen, störende Effekte des Farbrads (Farbblitzer) fallen nur selten auf. Die farbintensiven Szenen aus "Casino Royale" erscheinen originalgetreu und mit viel Brillanz. In Nachtaufnahmen wie im dritten Kapitel von "Krabat" liefert der Samsung auch ohne Blenden-Einsatz (siehe Kasten) eine überzeugende Vorstellung: Das Restlicht ist farblich neutral und gleichmäßig dunkel, wodurch das Bild eine hohe Plastizität entfaltet. Die Durchzeichnung gelingt sauber, wobei die voreingestellte Gamma-Kennlinie "Film" (2,6) viele Szenen arg dunkel aussehen lässt; wir empfehlen "Video" (2,4). Das Bild ist schier perfekt – bis auf eine entscheidende Schwäche: Gleichmäßige Bewegungen stottern bei 24p-Zuspielung stärker als im Original. Das ist unschön wie unverständlich, denn sowohl der teurere SP-A900B (Test in audiovision 5-2010) als auch der preiswertere SP-A600B (Test in audiovision 1-2010) hatten hier weniger bzw. keine Probleme. Alternativ kann man sich zwar der zweistufig einstellbaren Filmglättung bedienen, die das 3:2-Ruckeln entfernt, gleichzeitig jedoch statt des typischen Filmlooks fließende Bewegungen wie bei Fernsehmaterial erzeugt. So reicht es beim 1080p-Sehtest statt möglicher 24 nur für 21 Punkte.  

Samsung SP-A 8000 - 3D-Projektor für 5.000 €
3D: Eine Shutter-Brille liegt bei, den zusätzlichen Synchronsender (rechts)
braucht es nur wenn der Beamer versteckt eingebaut ist.

Zusatzinfo: Die "Dynamic-Black"-Schaltung

Viele Hersteller setzen Streulichtblenden ein, um aus Heimkino-Projektoren ein möglichst dunkles Schwarz zu zaubern. Bei festen beziehungsweise manuell einstellbaren Blenden geht mit einem satten Schwarz und einem hohen On/Off-Kontrast jedoch ein starker Helligkeitsverlust einher. Das ist auch beim Samsung der Fall: Mit komplett geschlossener Iris ("Manuell 100") sinkt sein Lichtstrom auf ein Drittel (ca. 330 Lumen). Eine bessere Bilddynamik verspricht eine dynamisch gesteuerte Blende, die man beim Samsung mit der Reglerstellung "Auto" aktiviert: Die Blende schließt sich mit zunehmendem Dunkelgrad der Bilder, sodass die Strahlkraft heller Szenen weitgehend erhalten bleibt. Zusätzlich hellt eine dynamische Gamma-Kennlinie Details in dunklen Szenen auf – mit diesem Kniff lässt sich die je nach Bildinhalt wechselnde Grundhelligkeit zum Teil ausgleichen. Doch auch gut funktionierende Kontrast-Automatiken wie Samsungs "Dynamic Black" sind nicht frei von Schwächen: So fällt der für die Bildtiefe entscheidende Im-Bild-Kontrast in Auto-Stellung sogar etwas niedriger aus als mit offener Blende ("Manuell 0"). Helle Schrift vor dunklem Hintergrund wirkt außerdem zu dunkel, und gelegentlich beginnt das Bild zu pumpen, etwa im Vorspann von "Krabat". Da der Samsung ohnehin ein sattes Schwarz bietet, empfehlen wir, die Blende offen zu lassen: Regelartefakte treten dann erst gar nicht auf, und das Bild erscheint gleichermaßen hell und kontraststark, wie man im Diagramm oben erkennen kann.  

Samsung SP-A 8000 - 3D-Projektor für 5.000 €
Dynamic Black: Das Diagramm verdeutlicht Helligkeit und Kontrast bei verschiedenen
Blenden-Einstellungen. Ungewöhnlich: In Stellung "Aus" (rechts) ist die
Blende des Projektors bereits halb geschlossen.

 

 

 

Fazit

Der Samsung liefert strahlkräftige, kontrastreiche Bilder mit natürlichen Farben und filmischer Anmutung. Die mäßige 24p-Darstellung sollte der Hersteller mit einem Firmware-Update beheben.

Samsung SP-A 8000 - 3D-Projektor für 5.000 €

 

Technische Ausstattung und Bewertung

 
Samsung SP-A 8000 - 3D-Projektor für 5.000 €

 

 

 

Der Testbericht Samsung SP-A 8000 (Gesamtwertung: 80, Preis/UVP: 5000 Euro) ist in audiovision Ausgabe 4-2011 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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