Yamaha RX-V 3067 (Test)

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Yamaha RX-V 3067 – AV-Receiver für 1.750 Euro

Yamaha RX-V 3067 - AV-Receiver für 1.750 €Für unter 2.000 Euro bietet der neue Oberklasse-Receiver von Yamaha satte Leistung, guten Klang und viel Ausstattung.

Er steht an dritter Stelle bei Yamaha: Der neue AV-Receiver RX-V 3067 für 1.750 Euro ordnet sich hinter den High-End-Boliden Z11 und Z7 ein (5.500 respektive 2.500 Euro, Tests in audiovision 3-08 und 2-09). Der Neue bietet eine gute Ausstattung inklusive neun Endstufen und aktuelle Features wie das Weiterleiten von 3D-Signalen.

Ausstattung und Technik

Das Bildschirmmenü begeistert mit mannigfaltigen Einstelloptionen. Kehrseite der Medaille: Die Bedienung fällt teils kompliziert aus, wenn man Funktionen wie "Scenes" in vollem Umfang nutzen möchte. Dahinter verbergen sich zwölf Speicher, in denen sich sämtliche Einstellungen ablegen lassen, von der Buchsenzuordnung bis hin zu den Klangeinstellungen. Das Display lässt sich bestens ablesen und informiert per Kanal­symbol-Anzeige über die aktiven Lautsprecherkanäle. Details über Tonformat und die HDMI-Eingangs- und Ausgangsauflösung verrät das Info-Menü.

Yamaha RX-V 3067 - AV-Receiver für 1.750 € Yamaha RX-V 3067 - AV-Receiver für 1.750 €

Die Fernbedienung fällt eher massig aus. Sie ist beleuchtet,
doch insgesamt 90 Tasten sind dann doch zu viel
des Guten. Die kleine Zweitfernbedienung präsentiert sich aufgeräumt.

Videotechnisch überzeugt der Yamaha, sein HQV-Chip liefert sowohl bei Analog-Video als auch beim Skalieren von HDMI ein klasse Bild (siehe Zusatzinfo unten). Audiodateien vom PC nimmt der Receiver per USB und Netzwerk entgegen; dabei akzeptiert er auch verlustfreie Dateivarianten wie flac und WAV. Mittels entsprechender Dockingstationen, die es als Zubehör gibt, gelingt das Zusammenspiel mit Bluetooth- und Apple-Geräten. Des Weiteren ist eine gut gemachte Funktion für Internetradio an Bord: Musik- und Podcastfans können sich neben internationalen Sendern aus einer Auswahl 1.200 deutschsprachiger Stationen bedienen.  
Das Lautsprecher-Setup bietet alle Möglichkeiten zur manuellen Einrichtung. So lassen sich beispielsweise zwei Subwoofer mit unterschiedlichen Einstellungen ansteuern. Die Endstufen können ähnlich wie beim Denon (Test auf Seite 70) frei zugewiesen werden. Bis zu drei Räume lassen sich dann unabhängig voneinander mit elf Lautsprechern beschallen. Einen eigenen Weg geht Yamaha bei den Zusatz-Lautsprechern: Statt auf Höhenkanäle nach dem ProLogic IIz-Prinzip setzt der Hersteller auf editierbare, eigens erzeugte Effektkanäle für die Raumakustik. Dank modernem Schaltungsdesign führt die Durchleitung des HDMI-Signals im Standby nur zu einem geringen Mehrverbrauch von sieben Watt – im

Yamaha RX-V 3067 - AV-Receiver für 1.750 €
HDMI-Zentrale: Mehr bietet keiner – der Yamaha verfügt
über acht HDMI-Eingänge und zwei Ausgänge.

Zusatzinfo: Videoverarbeitung am Yamaha

Der RX-V 3067 bietet ein leistungsstarkes Upscaling für analoge und digitale Bildquellen, die er über seine beiden HDMI-Ausgänge gleichzeitig an Projektor und Flachbild-Fernseher ausgeben kann. Die HDMI-Auflösung wird automatisch oder manuell zwischen 576p bis 1080p eingestellt oder im Original belassen. Die Vollbildwandlung überzeugt bei SDTV- und HDTV-Halbbildern: Unsere kritischen Testsequenzen aus den DVD-Kinofilmen "Sechs Tage, sieben Nächte" oder "Space Cowboys" gelingen dank stabiler Filmmode-Erkennung durchgängig ohne Flimmern. TV-Material wird mit bester Kantenglättung gezeigt, sichtbar in besonders sauber und glatt dargestellten Spielfeldlinien beim Fußball. Ebenso überzeugend ist die Verarbeitung von 1080i-Signalen vom HDTV-Sat-Receiver, gleich ob Kinofilme oder Sportübertragungen anstehen. Selbst das exotische HDTV-Format 1080/30p erkennt Yamahas moderner Videoprozessor und generiert aus zugespielten Halbbildern flimmerfreie, scharfe Vollbilder. Schließlich stehen zehn Videoregler bereit, die neben Helligkeit und Kontrast auch die Detail- und Kantenschärfe sowie drei Rauschfilter (Mosquito/ Block/ Temporal Noise) umfassen. Die Funktion "Kontrastverbesserung" regelt übersteuerte HDMI-Quellen nach, "Auflösungsanhebung" analysiert das Bild und passt die Schärfe automatisch an. Auch die leichte Dämpfung der Bildschärfe bei der Wandlung analoger YUV-Signale (Messwert 87 Prozent) lässt sich effektiv ausgleichen. Leise Kritik verdient lediglich die komplizierte Bedienung: Die eingestellten Bildwerte werden nicht auto­matisch der Bildquelle zugeordnet, sondern auf sechs Bildspeichern abgelegt. Erst nach einer weiteren Programmierung der Szenen-Speicher (Scene 1 bis Scene 12) kann neben Toneinstellungen auch die Videovoreinstellung einer Bildquelle zugeordnet werden.

Yamaha RX-V 3067 - AV-Receiver für 1.750 €

Feines Bildtuning: Der Video-Equalizer bietet sechs Speicherplätze.
Er verfügt unter anderem über eine automatische
Bildanalyse, die Schärfe und Bildkontrast anpasst.

 

 

Tonqualität Surround

An Leistung mangelt es dem Yamaha wahrlich nicht: Im Stereobetrieb an einer Vier-Ohm-Prüflast sprengt er mit 2 x 250 Watt glatt die Skalierung unseres Diagramms, selbst an sieben Kanälen stehen über 100 Watt zur Verfügung. Im Hörtest geht er entsprechend lässig zu Werke. Bei gehobener Lautstärke und anspruchsvoller Musik wie dem Live-Konzert von "Three Doors Down" auf DVD entsteht ein aufgeräumtes Klangbild; Gesangsstimmen verleiht der Receiver etwas mehr Brustton als der Denon und klingt einen Tick runder. Im Tiefbass kann er nicht voll mithalten, wie im Slap-Bass-Solo des Stücks "The Panther" zu hören. Eine gute Raumdarstellung gelingt bei "Armando’s Rhumba", wo Chic Corea am Steinway-Konzertflügel sitzt: Das leicht unterschiedliche Panorama von Bass und Diskant ertönt besser aufgefächert als am Denon.
Die hauseigene Einmess-Automatik übernimmt auf Wunsch alle Boxen-Justagen und berücksichtigt bis zu acht Messpunkte. Im Praxistest überzeugt sie in der Zielkurve "Natürlich" durch sympathischen Klang mit sanft angehobenen Bässen und leicht gesenkten Höhen. Durch diese Abstimmung geht in perfekten Aufnahmen wie der Blu-ray "Legends of Jazz" zwar etwas Zeichnung verloren, dafür ertönen Action-Thriller wie "Salt" umso mitreißender. Für manuelle Korrekturen gibt es einen halbparametrischen Equalizer, der mehr Möglichkeiten bietet als der Grafik-EQ von Denon. Per Kopfhörer sorgt die "Silent Cinema"-Technik für Räumlichkeit.

Yamaha RX-V 3067 - AV-Receiver für 1.750 € 
Kraftpaket: Stromversorgung, Endstufen, Kühlkörper und
Platinen mit Audio-/Video-Elektronik beanspruchen
nahezu jeden Kubikzentimeter im Gehäuse.
 

Tonqualität Stereo

Im Stereobetrieb spielt der Yamaha ebenfalls präzise und musikalisch auf.  Sein neutraler Klang überzeugt bei Brettern wie "Killers" der Alt-Metaller Motörhead genauso wie bei seidigen Streicherklängen und Stimmen. Wer genau hinhört, bemerkt zwischen optischem Eingang und HDMI einen leichten Unterschied in der Tonalität – die HDMI-Variante entlockt dem Yamaha einen Tick mehr Höhen.

Yamaha RX-V 3067 - AV-Receiver für 1.750 €

Elegant: Der Yamaha vermittelt mit aufgeräumter Front und
großer Bauhöhe einen sehr hochwertigen Eindruck.
Unter der Klappe verbergen sich zahlreiche Bedienelemente.

Yamaha RX-V 3067 - AV-Receiver für 1.750 €
Flexibel: Die insgesamt neun Endstufen lassen sich auf vielfältige
Weise verwenden. Der Bildschirm zeigt die Möglichkeiten.

 

Fazit

Satte Leistung, viel Ausstattung und ein hervorragender Klang zum günstigen Preis zeichnen den Yamaha-Receiver aus. Einziges Manko ist die recht komplexe Bedienung, die Technik-fans in dieser Klasse aber ohnehin erwarten.

Yamaha RX-V 3067 - AV-Receiver für 1.750 €

 Yamaha RX-V 3067 - AV-Receiver für 1.750 € Sony STR-DA 5600 ES - AV-Receiver für 1.750 €

 

Technische Ausstattung und Bewertung 

Yamaha RX-V 3067 - AV-Receiver für 1.750 €

 

 

Der Testbericht Yamaha RX-V 3067 (Gesamtwertung: 92, Preis/UVP: 1750 Euro) ist in audiovision Ausgabe 1-2011 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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