Panasonic TX-P 42 V 20 (Test)

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Panasonic TX-P 42 V 20 – Plasma-TV für 1.600 Euro

Test Panasonic TX-P 42 V 20 - Plasma-TV für 1.600 €Als einziger Plasma tritt der Panasonic TX-P 42 V 20 in unserem Vierer-Vergleichstest gegen die LCD-Konkurrenz an. Markenzeichen des Fernsehers ist die gut geschwärzte Filterscheibe, dank der das Bild bei Auflicht weniger stark verblasst als bei anderen Plasma-Displays.

Ausstattung und Bedienung

Der Universal-TV-Tuner taugt für gängige Sat-Anlagen und kann dank CI+ die HDTV-Programme der Privaten empfangen. Ein tolles Extra ist die Möglichkeit, Digital-TV auf eine externe USB-Festplatte oder einen USB-Stick aufzunehmen. Die Sendungen lassen sich per Programmführer (EPG) oder Timer programmieren, sogar zeitversetztes Fernsehen per Timeshift klappt. Ins Internet führt Panasonics Portal "Viera Cast", das YouTube-Clips und Videobeiträge von Tagesschau, Euronews, Eurosport und Bild.de ins Haus bringt – dank des beiliegenden WLAN-Adapters sogar drahtlos. Mit passender Webcam (Sonderzubehör) und USB-Tastatur wird der TV mittels Skype zum Bildtelefon. Per SD/USB-Eingang gelangen AVCHD- und DivX-HD-Videos auf den Schirm, über das Netzwerk nur MPEG2-Videos.
Trotz seiner vielen Funktionen ist der Panasonic ein Musterbeispiel an Bedienkomfort. Das übersichtliche Menü reagiert ohne Verzug. Sämtliche TV-Senderlisten sind praxisgerecht vorsortiert, zahlreiche Filter machen das Finden bestimmter Kanäle zum Kinderspiel. Einblendungen zu Auflösung und Bildwiederholrate runden die Ausstattung ab.

Panasonic TX-P 42 V 20 - Plasma-TV für 1.600 Euro 
Aufgeräumt: Zahlreiche sauber beschriftete und
gut zugängliche Anschlüsse kennzeichnen das
Buchsenfeld des Panasonic.

Bildqualität TV und Standardsignale

Es gibt mehrere Voreinstellungen, die ein ausgewogenes und natürliches Bild ermöglichen. "Kino" zeigt im TV-Betrieb ein zu knalliges Rot und Grün, während "THX" ein zu helles Gamma von 2,2 liefert. Gemeinsam ist den Modi die begrenzte Helligkeit: Während der Panansonic TX-P 50 GW 20 (audio­vision 5-2010) eine Helligkeit von 166 Candela pro Quadrameter (cd/m² ) erreichte, sind es beim aktuellen Modell nur 97. Das optimiert zwar Alterung und Stromverbrauch, verhindert aber strahlende Spitzlichter, weshalb sich der TV vor allem fürs dunkle Heimkino eignet.
Der Tuner liefert unabhängig vom Empfangsweg ein sauberes Bild, wobei man Bildbeschnitt ("16:9 Overscan") und Rauschfilter abschalten soll­te. Die ab Werk grauen 4:3-Seitenbalken lassen sich auf Schwarz umstellen. Per HDMI zugespielte PAL-Signale erscheinen mit guter Schärfe, obgleich vertikale Details etwas grob skaliert werden und bei Spielfilmen (576i-Zuspielung) gelegentlich Zeilenflimmern auftritt. Als einziger TV im Testfeld beherrscht der Panasonic die Bildformatumschaltung vollständig. Seine Lautsprecher geben Mitten und Höhen ausgewogen wieder, dafür zerren die Bässe. In stiller Umgebung lässt sich das Surren der Elektronik und das Rauschen der Lüfter vernehmen.

Panasonic TX-P 42 V 20 - Plasma-TV für 1.600 Euro  
Die bewährte Fernbedienung glänzt mit einem übersichtlichen und gut beschrifteten Tastenfeld.

 

Bildqualität HDTV-Signale

In dunkler Umgebung sind HDTV-Bilder von Blu-ray ein Hochgenuss. Kontrast, Schwarz, Homogenität, Bewegungsschärfe und Farben gelingen bestens, unabhängig vom Blickwinkel des Zuschauers. Mit verschiedensten Filmszenen aus "Casablanca", "Königreich der Himmel" und "Casino Royale" beweist der Panasonic, dass er es mit der Farbdarstellung unseres kalibrierten Referenz-TVs von Pioneer (Kuro KRP-500) aufnehmen kann. Die im CIE-Diagramm sichtbaren Abweichungen der Grautreppe sind minimal, im Bild treten keine Einfärbungen auf. Dank des Im-Bild-Kontrasts von über 5.000:1 wirken Nachtszenen enorm satt, in Letterboxbalken stört kein Restlicht. Mit Testbildern sieht man bei Bewegung leichte Abstufungseffekte und Flackern in bestimmten Bildinhalten, mit Filmbildern stößt man nur selten auf Bildfehler. Nur in schnellen Motiven kommt es zu einem gelblich-grünen Nachleuchten, das aber weniger stört als das leichte Schmieren, das der Philips und der Sharp manchmal zeigen. Nur aufmerksame Beobachter erkennen in dunklen Szenen ein gelegentliches, leichtes Pulsieren der Grundhelligkeit.

Panasonic TX-P 42 V 20 - Plasma-TV für 1.600 €

1.600 Euro:  Den Panasonic-Plasma erkennt man am entspiegelten,
geschwärzten Bildschirm und dem schönen Metallic-Gehäuse.

 

Panasonic TX-P 42 V 20 - Plasma-TV für 1.600 €

Fazit

Der Panasonic ist unser Tipp für Filmfans: Er liefert im dunklen Heimkino das schönste und stimmigste Bild der vier Testkandidaten und verwöhnt auch beim Fernsehen mit dem höchsten Bedien­komfort. In hellen Räumen allerdings wirkt sein Bild wegen der niedrigen Helligkeit kraftlos, zudem zieht er im Vergleich zu den LCD-Modellen mehr Strom.

Panasonic TX-P 42 V 20 - Plasma-TV für 1.600 €
Panasonic TX-P 42 V 20 - Plasma-TV für 1.600 €

 

 

Technische Ausstattung und Bewertung 

Panasonic TX-P 42 V 20 - Plasma-TV für 1.600 €

 

 

Der Testbericht Panasonic TX-P 42 V 20 (Gesamtwertung: 80, Preis/UVP: 1600 Euro) ist in audiovision Ausgabe 10-2010 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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