Samsung SP-A 900 B (Test)

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Samsung SP-A 900 B – DLP-Projektor für 6.400 Euro

Test des Samsung SP-A 900 B - DLP-Projektor für 6.400 €Samsungs SP-A 900 B übertrifft unsere bisherige DLP-Referenz SP-A 800 – obwohl er nur mit Detailverbesserungen aufwartet.

Das JKP-Logo auf den jüngsten Projektoren von Samsung ist eine gute Sache, denn es verheißt perfekte Farben nach den Standards des Video-Experten Joe Kane (siehe Kasten unten). Schade nur, dass man hierzulande auf diese Beamer warten muss: Das erste Exemplar der Gattung, der SP-A 800 B, wurde auf der Funkausstellung 2007 vorgestellt, kam aber erst eineinhalb Jahre später nach Deutschland. Der Test in audiovision 9-2009 bescheinigte ihm hervorragende Bildqualität und neutrale Farben und somit Referenzstatus.
Damals gab es in den USA bereits den Nachfolger SP-A 900 B, ebenfalls mit JKP-Logo, der in Sachen Kontrast und Lichtleistung noch zulegt. Auf dem deutschen Markt ist er über das Händlernetz von Bang & Olufsen verfügbar. Die für exklusive Produkte bekannten Dänen bieten den DLP-Projektor für 6.400 Euro an.

Verbesserte Technik

Während im Vorgänger der Dark Chip 2 arbeitet, sitzt im SP-A 900 B ein 0,95-Zoll-Spiegelchip der vierten Generation. Das neue DMD (Digital Micromirror Device) und die weiterentwickelte Irisfunktion namens "Dynamic Black" sorgen für Verbesserungen: Mit einem dynamischen Kontrast von 10.400:1 und einem Im-Bild-Kontrast von 3.300:1 schließt der Samsung zu den aktuellen LCD-Bea-mern von Epson, Mitsubishi und Panasonic und den reflektiven Drei-Chip-Projektoren von JVC und Sony auf. Beim ANSI-Kontrast schafft er mit 650:1 sogar eine neue Bestmarke, überflügelt also den bisherigen Rekordhalter Runco Q 750i mit LED-Technik.
Großen Anteil am kontrastreichen Bild trägt die schon beim Vorgänger gelobte Zoom-Optik. Sie setzt Maßstäbe in Sachen Fokussierung und chromatischer Abbildung. Anders als Drei-Chip-Projektoren kennt Samsungs Ein-Chip-DLP keine Konvergenzprobleme und projiziert feinste Details scharf und frei von Farbfehlern.

Test des Samsung SP-A 900 B - DLP-Projektor für 6.400 €

Fast komplett: Leider erkennt auch der neue Samsung-Beamer
Videosignale im Format HDMI 480i/576i nicht.
1080i-Videosignale verarbeitet er nicht so perfekt wie
progressive Signale im Format HDMI 1080p. Über die
RS-232-Schnittstelle lässt sich der Projektor fernsteuern.

Test des Samsung SP-A 900 B - DLP-Projektor für 6.400 €

Praktisch und gut: Der beleuchtete Geber  bietet trotz
seines kompakten Tastenfelds intelligente Direktfunktionen.

 

Die Bedienung

Per Fernbedienungstaste "Install" lässt sich zwischen den vier Projektionsarten umschalten, mit dem Drehrad unter dem Objektiv kann man den vertikalen Bildversatz einstellen – bei DLP-Projektoren selten anzutreffen. Das Rad verschiebt das Bild etwas weniger weit als bei LCD-Projektoren üblich, nämlich um 60 Prozent nach oben oder unten. Motorische Verstellmöglichkeiten für Lens-Shift, Focus und Zoom gibt es nicht. Dafür stehen Testbilder zur Verfügung, etwa ein Gitter, das sich dank der randscharfen Optik präzise fokussieren lässt. Damit ist die Installation fast abgeschlossen, denn dank seiner guten Voreinstellungen braucht der Projektor kaum Feintuning.
Wer dennoch ein paar Einstellungen perfektionieren möchte, kann das über die Standbild-Taste der Fernbedienung bequem tun. Am eingefrorenen Bild lassen sich alle Bildparameter in Ruhe nachjustieren. Das Menü "Farbmuster" bietet auch die Möglichkeit, Bilder in einem der drei RGB-Farbauszüge monochrom darzustellen. So gelingt mit entsprechenden Testbildern eine exakte Einstellung der Farbsättigung. Auch die umfangreiche Parameterliste zum Videobild, die der Samsung per Infotaste anzeigt, hilft bei der Analyse der Bildqualität.
Weitere Vor­einstellungen betreffen die Farbtemperaturen 5.500, 6.500, 8.000 und 10.000 Kelvin. Über die sechsfachen RGB-Regler für Feinanpassungen lassen sich leichte Abweichungen der Lampe oder Einflüsse der verwendeten Leinwand ausgleichen und in sieben Bildspeichern ablegen. Vermisst haben wir moderne Zwischenbildverfahren, wie sie die Konkurrenten Epson, Panasonic und JVC in ihren Top-Projektoren für eine schärfere Bewegungsdarstellung nutzen.

Zusatzinfo: JKP-Zertifizierung

Korrekte Farben sind bei vielen Projektoren leider keine Selbstverständlichkeit. Oft sieht sich der Kunde mit Werkseinstellungen konfrontiert, die weit von den Standards entfernt liegen. Und dann ist guter Rat teuer.
Denn nicht jeder Projektor bietet ein komplettes Farbmanagement für die entsprechenden Einstellungen. Falls doch, ist es oft so komplex aufgebaut, dass sich Laien nicht zurechtfinden und das Bild durch Korrekturen eher verschlechtern als verbessern. Selbst Fachleute wie wir, die mit professioneller Messtechnik zu Werke gehen, schaffen es nicht immer, das Bild vollständig zu optimieren, weil es an Einstellmöglichkeiten hapert.
Deshalb ist die Zusammenarbeit von Samsung mit Joe Kane Productions (JPK) beim neuen Projektor SP-A 900 B sehr wertvoll, ergeben sich aus ihr doch bessere Bildqualität, höhere Kundenzufriedenheit und eine einfachere Bedienung. JKP-Inhaber Joe Kane darf als einer der profundesten Kenner der HDTV-Standards und optimaler Voreinstellungen gelten; er bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung auf diesen Gebieten mit. Seine Arbeit erstreckt sich zudem auf die Optimierung der Justage-Tools sowie auf die speziell dafür entwickelten Messverfahren. Die JKP-Zertifizierung stellt daher sicher, dass die Umsetzung der weitgehend automatisierten Farbkalibrierung auf höchstem Niveau erfolgt. Kane vergibt das Zertifikat beim Samsung SP-A 900 B erst zum zweiten Mal an einen Projektor.
Und es funktioniert: Unser Testexemplar liefert im voreingestellten Modus "Film 1" aus dem Stand neutrale Farben gemäß den gültigen HDTV-Standards. Eine Einschränkung besteht allerdings darin, dass der SP-A 900 B keinen direkten Zugriff auf ein Farbmanagement bietet; Primär- und Sekundärfarben kann man daher nicht einstellen. Im Menü lassen sich aber immerhin die drei Farbformate SMPTE C, HD und EBU manuell eingeben, sodass die kleinen Abweichungen dieser Normen berücksichtigt werden.

Test des Samsung SP-A 900 B - DLP-Projektor für 6.400 €

Setzt Standards: Der Video-Experte Joe Kane
hat sich als Berater renommierter Hersteller weltweit
einen Namen gemacht. Samsung stellte den neuen
Projektor nach seinen Vorgaben ein.

Licht und Farbe

Bestückt mit einer 300-Watt-Lampe von Philips schafft der Samsung im Bildmodus "Film 1" bei rund 6.700 Kelvin eine Helligkeit von bis zu 900 Lumen. Das reicht sogar für eine drei Meter breite Leinwand. Alle Grund- und Mischfarben liegen ab Werk nahezu perfekt im CIE-Segel. Nur die unterste Zehn-Prozent-Graustufe driftet bei unserem Testmuster zu blaugrünen Farben ab, was sich aber mit kleinen Eingriffen im RGB-Menü beheben lässt.
Aktiviert man die "Dynamic Black"-Schaltung, so reduziert die Iris im Modus "Auto" die Helligkeit weißer Testbilder auf 850 Lumen. Selbst in der Lampensparstufe "Theater" versorgt der Projektor 2,6 Meter große Leinwände. Dabei verliert das Spektrum der Lampe nur wenig Rotanteile und erlaubt nach kleinen Korrekturen im RGB-Menü wieder eine perfekte Abstimmung der Farben und der Farbtemperatur (siehe Kasten unten). "Theater" verringert das Lüftergeräusch deutlich, nämlich um fast sechs Dezibel, und erhöht die Lebensdauer der Lampe von 1.500 auf 2.000 Stunden.
Der wärmere Bildmodus "Film 2" bietet mit gemessenen 5.700 Kelvin ideale Voraussetzungen für Schwarz-Weiß-filme, während "Dynamisch" und "Standard" mit 10.000 und 8.000 Kelvin zu blaustichig ausfallen. Sie können, ebenso wie die drei Benutzerspeicher, mit sinnvolleren Einstellungen für Farbtemperatur und Gamma überschrieben werden. Die Gammakennlinie "Film" bietet mit einem Wert von 2,4 die richtige Einstellung für dunkle Heimkinos, "Video" passt mit 2,2 gut ins Wohnzimmer. Im Grafik-Modus wechselt der Samsung auf eine lineare Graustufenwiedergabe, wie sie für einige PC-Grafikkarten gebraucht wird.

Samsung SP-A 900 B - DLP-Projektor für 6.400 €

 

Mehr Kontrast als der Vorgänger

Der native Bildkontrast steigt im Vergleich zum Vorgänger von gut 2.000:1 auf 3.800:1, und zwar ohne den Einsatz der "Dynamic Black"-Schaltung. Deren neue Iris reduziert im Modus "Auto" das Restlicht schwarzer Testbilder dynamisch auf ein Drittel und schraubt den maximalen On-Off-Bildkontrast auf 10.400:1 hoch (siehe Kasten Seite 42).
Damit liegt der Samsung leicht vor den aktuellen LCD-Projektoren Panasonic PT-AE 4000 und Mitsubishi HC 6800, aber hinter den Drei-Chip-Modellen Epson EH-TW 5500, JVC DLA-HD 950 und Sony VPL-HW 15. Epson und Sony erreichen mit einer stärker abblendenden Iris Werte über 20.000:1, wobei es aber zu Helligkeitspumpen kommen kann. Nur der D-ILA-Projektor HD 950 von JVC übertrifft den Samsung mit Werten von gut 10.000 ohne und bis 30.000:1 mit Iris deutlich – er kann völlig schwarze Testbilder dreimal so dunkel projizieren. Sobald mit anderen Testbildern aber Licht respektive Streulicht ins Spiel kommt, stoßen Drei-Chip-Projektoren wie der JVC an ihre Grenzen. Im schwarz-weiß-karierten ANSI-Testbild schrumpft der Kontrast des JVC aufgrund der aufwändigen Lichtführung auf 320:1, während der Samsung gut das Doppelte und damit eine neue Bestmarke schafft. Dafür ist er aber auf ein dunkel eingerichtetes Heimkino angewiesen, das kein Streulicht zurück auf die Leinwand wirft.
Der Nachteil der Ein-Chip-Technik des Samsung besteht in Farbblitzern bei schnell bewegten Motiven. Sie fallen bei ihm aber sehr moderat aus und stören nur selten. Eine leichte Bildinhomogenität bei unserem Testexemplar ergab sich im Weißbild: Die Farbtemperatur variierte zwischen 6.700 unten in der Mitte und 7.500 Kelvin oben links. Mit bloßem Auge lässt sich das aber kaum erkennen.

Bildqualität Standardsignale

Wie der Vorgänger kann auch der neue Samsung  die Halbbildformate 480i/576i über HDMI nicht verarbeiten – das ist angesichts des ausgezeichneten SDTV-De-Interlacings besonders schade. Via YUV meistert der Samsung unsere kritischen Testszenen aus "Sechs Tage, sieben Nächte" oder "Space Cowboys" souverän und setzt korrekte Vollbilder nach einem Videoschnitt fast ohne Verzögerung richtig zusammen – so gut sieht man das selten. Über YUV zugespielte Filme liefern dazu eine tolle Skalierung, Schärfe und Farbauflösung liegen fast auf HDMI-Niveau. Unsere Sehtestnote "576i" bezieht sich deshalb auf die Qualität des analogen YUV-Eingangs. Kleine Abzüge setzt es nur für die nicht ganz perfekte Farbdecodierung; Hautfarben oder Sand wirken etwas rötlicher als bei einer HDMI-Zuspielung. Bei abgeschaltetem Overscan kann eine Strichpunktlinie in der obersten Videozeile auftreten, die sich weder schwarz maskieren noch aus dem Bild schieben lässt. Die Bildqualität von FBAS- und S-Video-Quellen geht in Ordnung, allerdings lässt sich der Overscan hier nicht abschalten.
Mit hochskalierten HDMI-Bildern von der DVD "Moulin Rouge" läuft der Samsung im tiefschwarzen Heimkino von audiovision zur Hochform auf. Wenn Nicole Kidman von der dunklen Decke herabschwebt und dann vom Scheinwerferkegel erfasst wird, blendet das Licht geradezu. Keinerlei Streulicht stört die unglaubliche Kontrastwirkung. Vom kühlen Spotlight, das Kidmans makellose blasse Haut betont, wechselt der Film in der folgenden Szene zu warmem Licht, das den roten Lippen und Haaren der Schauspielerin schmeichelt. Der Samsung zeigt diese Gegensätze eindrucksvoll; absolut authentisch bringt er die ausgefeilte Licht- und Kameratechnik des Films auf die Leinwand. Selbst im Halbschatten liegende Details der farbenprächtigen Szene behalten ihre intensiven und natürlichen Farben. Dazu strahlen die schwarzen Sakkos und weißen Hemden der Herren im Publikum mit ungeahnter Dynamik. In der Naheinstellung sieht man sogar feinste Hautporen schärfer als gewohnt – selbst eine betagte DVD wie "Moulin Rouge" profitiert also von der herausragenden Projektion.

Samsung SP-A 900 B - DLP-Projektor für 6.400 €

Famose Optik: Das 1,3-fach-Zoom des Samsung löst feinste
Muster mit einem enormen Kontrast und ganz ohne Farbfehler auf.

Bildqualität HDTV

Der Videoprozessor kommt mit Halbbildvideo die meiste Zeit sehr gut zurecht. Nur in sehr kritischen Testsequenzen, die andere Top-Projektoren dank HQV-Chipsatz inzwischen meistern, leistet er sich leichtes Flimmern. In der Praxis spielt das aber nur beim HDTV-Empfang über Settop-Boxen mit 1080i-Ausgabe eine Rolle. Wer beim TV-Empfang per Satellit sichergehen will, kann in Receivertechnik mit 1080p-Ausgabe investieren, etwa in Panasonics BD-Recorder DMR-BS 850.

Mit HDTV-Testbildern wird die famose Schärfe der Projektion in feinsten Mustern deutlich, die der SP-A 900 B mit noch mehr Kontrast als sein Vorgänger auf die Leinwand wirft. Fotografen werden von der Farbtreue, der gleichmäßigen Ausleuchtung und dem diaähnlichen Look ihrer Fotos begeistert sein. Auch Kinofilme im Format 1080/24p wie "Krabat" wirken dank der fein eingefassten DLP-Pixel sehr filmisch. Bei bewegter Kamera erscheint die Projektion noch plastischer, etwa wenn Krabat als Krähe im Tiefflug über weite Landschaften fliegt. Auch in der anschließenden Kamerafahrt im Wald sorgt die Kombination aus Kontrast und sauberer Bewegungsschärfe für dreidimensionale Tiefe.

Dynamische und helle Filmszenen begeistern genauso wie düstere Einstellungen bei Kerzenlicht. Kaum ein Projektor meistert so unterschiedliche Szenen und Lichtstimmungen derart souverän wie der Samsung. Nur bei Dokumentationen oder Sportübertragungen stößt die klassische DLP-Technik an ihre Grenzen. LCD- und DILA-Projektoren mit Bewegungs-Technologien zeigen Details beim Schwenk über ein Fußballfeld schärfer.

Samsung SP-A 900 B - DLP-Projektor für 6.400 €

Spitzenleistung: Die Farben des neuen Samsung SP-A 900 B sind
perfekt eingestellt und bringen die Qualitätsstandards
der Profis ins Heimkino. Für Begeisterung sorgen auch
der gesteigerte Kontrast und die messerscharfe Zoom-Optik.

Zusatzinfo: Farboptimierung im RGB-Menü

In allen sieben Bildspeichern des Samsung SP-A 900 B kann man ein eigenes RGB-Setup und sämtliche Bildeinstellungen inklusive Farbtemperatur und Gamma ablegen. So lassen sich für die beiden Lampenmodi "Hell" und "Theater", die der Projektor anbietet, feine Anpassungen der Farbtemperatur vornehmen. Da der Sparmodus "Theater" den Samsung deutlich leiser macht und die Lampe schont, werden ihn viele Kunden nutzen. Dann reduziert sich der Rotanteil im Lampenspektrum etwas, was eine leichte Erhöhung der Farbtemperatur auf 6.980 Kelvin nach sich zieht. Mit Hilfe unserer hier angegebenen Einstellungen im RGB-Menü lässt sich die Farbtemperatur auf  6.600 Kelvin senken, die Farben gelingen wieder perfekt.  Hilfreich sind solche Korrekturen im RGB-Menü auch, wenn die verwendete Leinwand Farbabweichungen aufweist. 



Perfekte Farben auch im Spar­modus: Durch leichte Anpassungen im
RGB-Menü lässt sich die Farbtemperatur korrigieren. Grund- und Mischfarben stimmen auf den Punkt.

Zusatzinfo: Die "Dynamic Black"-Schaltung des neuen Samsung

Beim Samsung SP-A 900 B wurde die "Dynamic Black"-Schaltung um eine manuell einstellbare Iris ergänzt. Sie lässt sich feinstufig zwischen 0 und 100 regeln, bringt aber keine großen Verbesserungen, sondern senkt vor allem die Helligkeit der Projektion. In der maximalen Stufe 100 reduziert sich die Lichtstärke von 900 auf nur noch 380 Lumen, der Kontrast erhöht sich dagegen nur in geringem Umfang, nämlich um 15 Prozent.

Dynamisch wirkt die Schaltung ausschließlich in der Stellung "Auto". Dann verdunkelt die Iris helle Szenen kaum und senkt die Helligkeit nur in nur sehr dunklen Bildern. Eine automatische Gamma-Regelung wirkt gleichzeitig durch Anheben dunkler Kontraste der um rund ein Drittel reduzierten Helligkeit entgegen. Deshalb wirken düstere Szenen subjektiv nur minimal dunkler als ohne "Dynamic Black".

Die Qualität der Kontrastspreizung überzeugt selbst in kritischen Szenen, etwa einer Rose vor schwarzem Grund: Die Differenzierung der roten Blütenblätter bleibt fast vollständig erhalten, obwohl "Dynamic Black" den schwarzen Hintergrund dreimal so dunkel erscheinen lässt. Bemerkenswert, denn bei manchen Projektoren funktionieren vergleichbare Schaltungen nicht so gut. So reduziert die "Constant Contrast"-Funktion des DLP-Projektors Q-750i von Runco die Zeichnung der Rosenblätter und damit die Bildqualität stark.

Samsung SP-A 900 B - DLP-Projektor für 6.400 €

Funktioniert gut: Dank der intelligenten Kontrastspreizung bleibt die
Differenzierung der Rosenblätter mit (oben im Bild) und
ohne Dynamic Black (unten) weitgehend erhalten.

Samsung SP-A 900 B - DLP-Projektor für 6.400 €

   

 

Fazit

Der Samsung SP-A 900 B bietet fantastisch neutrale Farben ab Werk. Die Kombination aus Lichtstärke und Kontrast, Schärfe und Farbtreue ist derzeit nahe­zu unschlagbar. Wenngleich er in einigen Disziplinen Punkte verliert, projiziert dieser DLP-Beamer Kinofilme in 1080/24p noch authentischer als sein legendärer Vorgänger. Deshalb löst er ihn als Referenz ab, an der sich künftige Konkurrenten messen lassen müssen. 

Samsung SP-A 900 B - DLP-Projektor für 6.400 €

Technische Ausstattung und Bewertung

Samsung SP-A 900 B - DLP-Projektor für 6.400 €

 

 

 

Der Testbericht Samsung SP-A 900 B (Gesamtwertung: 87, Preis/UVP: 6400 Euro) ist in audiovision Ausgabe 5-2010 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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