Panasonic DMR-BS 850 (Test)

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Panasonic DMR-BS 850 – Blu-ray-Player für 1.300 Euro

Panasonic DMR-BS 850 – Blu-ray-Player für 2.000 €Panasonics erster Blu-ray-Recorder sprengt alle Kategorien: Er brennt HD-Kopien auf jede Scheibe, ist zudem ein formidabler
HDTV-Sat-Receiver, ein Top-Blu-ray-Player und ein Home Server.

Endlich ist er da: Panasonics erster Blu-ray-Recorder für hochauflösende Bilder. Seine Einführung hatte sich leicht verzögert, weil die HD+ Plattform zur Verschlüsselung der privaten HDTV-Programme in Deutschland auf sich warten ließ und Panasonic diese Technik vom Start weg integrieren wollte. Das hat geklappt, der DMR-BS 850 kann neben den frei empfangbaren HD-Sendern auch die Programme von RTL, VOX & Co. aufzeichnen – aller­dings nur mit starken Beschränkungen, was die Speicherdauer betrifft (dazu später mehr).
Der Recorder kostet 1.300 Euro, angesichts seiner vielen Fähigkeiten, die weit über das Brennen von Discs hinausgehen, ein fairer Preis. Für 1.000 Euro bietet Panasonic außerdem das Modell DMR-BS 750, das bis auf die kleinere Festplatte mit 250 statt 500 Gigabyte (GB) identisch ist.

Ausstattung und Bedienung

Man weiß fast gar nicht, wo man anfangen soll, so viel kann der DMR-BS 850. Dank Twin-HD-Satellitentuner legt er gleichzeitig zwei verschiedene HDTV-Programme auf Festplatte ab und spielt parallel eine gespeicherte Sendung, eine Blu-ray oder eine DVD ab. Er brennt Filme, Musik und Fotos auf Scheiben aller Art und entpuppt sich als hoch­karätiger Blu-ray-, DVD- und CD-Player. Über sein SD-Kartenlaufwerk spielt er Fotos und HD-Videos, über den USB-Eingang akzeptiert er zudem MP3-Dateien. Der Clou: Der Tausendsassa fungiert auch als DLNA-Server und verteilt so seine Aufnahmen, Video-Kopien oder AVCHD-Filme an andere netzwerkfähige Geräte. Dass er über seine Netzwerkbuchse beispielsweise YouTube oder Nachrichten sowie BD-Live-Inhalte aus dem Internet ins Wohnzimmer holt, wirkt angesichts all seiner sonstigen Fähigkeiten fast selbstverständlich.

Panasonic DMR-BS 850 – Blu-ray-Player für 1.300 €

HDTV-Twintuner mit CI-Slots: Der DMR-BS 850 empfängt Fernsehprogramme nur über Satellit. Zum Empfang
privater HD-Sender stellt er Steckplätze im CI+ Standard bereit; allerdings beschränken die Sender die Aufnahme-
und Wiedergabemöglichkeiten. Neben den digitalen Bild- und Tonausgängen gibt es analoge Videoeingänge für sämtliche
SDTV-Varianten, nämlich YUV, Scart-RGB, S-Video und FBAS. So finden auch externe DVB-T- oder Kabeltuner Anschluss.

Es gibt also fast nichts, was das innovative Gerät nicht kann. Nicht vergessen sei als zentrales Ausstattungsmerkmal die Festplatte mit 500 Gigabyte Fassungsvermögen. Auf sie passen bis zu 77 Stunden hochauflösendes Fernsehen oder aufgrund der geringeren Datenrate bis zu 215 Stunden in Standard-Auflösung.
Sämtliche Aufnahmen, ob in SD- oder HD-Auflösung, speichert der Panasonic unkomprimiert auf die Platte, mit allen Zusatzinformationen wie Video­text, Untertiteln und Tonspuren (5.1 inklusive). Für die Angebote der HD+ Plattform stehen zwei CI+ Slots bereit. Wegen rigider Beschränkungen seitens der Privatsender fällt das Aufnahmevergnügen aber mager aus, denn diese Aufzeichnungen lassen sich nur für eine eng begrenzte Zeitspanne wiedergeben, nämlich bis zu 90 Minuten nach Ende der Aufnahme. Dass im Time-Shift immerhin das Vorspulen klappt, ist nur ein schwacher Trost.

Test Panasonic DMR-BS 850 – Blu-ray-Player für 2.000 €

Gelungen: Trotz der vielen Fähigkeiten des Recorders bleibt die
Fernbedienung recht übersichtlich. Viele Sonderfunktionen
finden sich in weiterführenden Menüs.

 

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Fortsetzung Ausstattung und Bedienung

Sämtliche Aufnahmen, ob in SD- oder HD-Auflösung, speichert der Panasonic unkomprimiert auf die Platte, mit allen Zusatzinformationen wie Video­text, Untertiteln und Tonspuren (5.1 inklusive). Für die Angebote der HD+ Plattform stehen zwei CI+ Slots bereit. Wegen rigider Beschränkungen seitens der Privatsender fällt das Aufnahmevergnügen aber mager aus, denn diese Aufzeichnungen lassen sich nur für eine eng begrenzte Zeitspanne wiedergeben, nämlich bis zu 90 Minuten nach Ende der Aufnahme. Dass im Time-Shift immerhin das Vorspulen klappt, ist nur ein schwacher Trost.

Die frei empfangbaren Sender dagegen lassen sich unbegrenzt archivieren. Falls man kein Pay-TV gebucht hat, kann man den Sendersuchlauf des Pana­sonic gleich auf freie Programme beschränken. Die Senderliste erfasst SD- und HD-Sender leider nicht getrennt, weshalb man sie gegebenenfalls manuell in die vier Favoritenlisten sortieren muss.

Als eines der ersten Geräte gibt der Panasonic HDTV-Sendungen im progressiven Format 1080/50p aus. Den meisten HDTV-Sat-Receivern fehlt die Vollbildausgabe, was sich je nach Qualität des angeschlossenen Displays in leichtem Zeilenflimmern äußern kann. Der Panasonic erzielt bei der 1080p-Ausgabe gute Resultate: Vor allem HDTV-Kinofilme reicht er in ausgezeichneter Qualität ans Display weiter. Nur bei HDTV-Dokumentationen mit 50 Bewegtphasen pro Sekunde lässt sich in seltenen Fällen ein minimales Zeilenflimmern erkennen.

Als Blu-ray-Player beherrscht der Recorder natürlich auch die 1080p-Bildausgabe mit 60 wie 24 Hertz und liefert die Hochbitformate von Dolby Digital und DTS als Bitstream an den AV-Receiver. Allerdings sollte man dafür den Menüpunkt "BD-Video Zweitton" deaktivieren, sonst kommt nur der 5.1-Kern raus. PCM-Ton klappt ebenfalls, Einstellungen für Pegel und Lautsprecher-Setup fehlen hier aber.

Aufnahme-Komfort

Mit der Pausentaste legt der Panasonic bis zu acht Stunden Programm im Pufferspeicher seiner Festplatte ab. Die Wandlung dieser Timeshift-Aufzeichnungen in permanente Kopien funktioniert aber nicht. Dauerhafte Aufzeichnungen lassen sich über die "Rec"-Taste starten, durch mehrmaligen Tastendruck verlängert sich die Aufzeichnung in 30-Minuten-Schritten auf bis zu vier Stunden. Die Timer-Programmierung erfolgt über die Taste "Guide".

Panasonic DMR-BS 850 – Blu-ray-Player für 1.300 €

Trotz Funktionsvielfalt ist Panasonics Recorder noch einfach zu bedienen.
Das Menü ist sauber strukturiertund reagiert flott.

In der Programmvorschau kann man Sendungen bis zu einer Woche im Voraus für die Aufzeichnung auswählen, Vor- und Nachlaufzeiten sind einstellbar, und sogar eine generelle Zeitzugabe bis zehn Minuten hat Panasonic vorgesehen. Überflüssiges wie Werbeblöcke lässt sich später löschen. Schade, dass all das mit den Programmen des HD+ Pakets (RTL, VOX, Sat1, ProSieben, Kabel 1) nicht funktioniert.
Die Aufnahmen des Satellitentuners landen grundsätzlich im DR-Modus (Direct Recording) verlustfrei auf der Platte. Eine niedrigere Datenrate ist erst beim Kopieren der Aufnahmen auf DVD- oder BD-Rohlinge möglich. Die Neucodierung hilft außerdem, um die Kompatibilität selbst gebrannter BD-Scheiben mit anderen Playern zu verbessern (siehe Kasten "Brennen von Blu-ray-Discs" auf der näcshten Seite)

Bildqualität Sat-Receiver/Aufnahme

Im Labor testen wir die Bildqualität mit SDTV- und HDTV-Programmen, indem wir digitale Testbilder und Videosequenzen über den Satellitenmodulator einspeisen. Als HDTV-Receiver liefert der Panasonic die volle horizontale und vertikale Auflösung sowie korrekte HDMI-Pegel, Gleiches gilt für das Upscaling von normalem MPEG2-Video auf 1080p. Die im DR-Modus auf Festplatte gespeicherten Filme unterscheiden sich qualitativ nicht vom Original. Wie gut Bild und Ton im Heimkino ankommen, hängt nur  vom angeschlossenen Equipment und der Qualität des vom Sender ausgestrahlten Materials ab.

Bildqualität DVD

Anders als ältere Blu-ray-Player von Panasonic verzichtet der Recorder auf den User-Modus mit siebenfachen Bildreglern. Neben dem neutralen Normal-Modus stehen nur feste Bildmodi bereit. "Cinema" steuert eine dunklere Gamma-Kennlinie bei, während "Fine" vertikale Kanten anschärft und "Soft" die Bilder dunkler und weicher macht.

Geblieben ist die ausgereifte Vollbildwandlung mit den Filmmodi Auto, Film und Video. Der voreingestellte Auto-Modus entpuppt sich als guter Kompromiss sowohl für TV- als auch für Kinobilder. Kino-DVDs mit Vollbildmarker zeigt er automatisch flimmerfrei. Bei DVDs ohne Marker wie "Sechs Tage, sieben Nächte" stößt er aber an seine Grenzen: Die oft zitierte Strandszene im fünften Kapitel wechselt dann zwischen Flimmern und korrektem Vollbild, was nicht sehr schön aussieht.

Für Abhilfe sorgt hier der kinooptimierte Modus "Film", der die gleiche Szene souverän meistert. Wie alle Panasonic-Player wechselt leider auch der Recorder automatisch in den "Auto"-Modus zurück, sobald man eine neue Scheibe einlegt. Das Umschalten für Filme lohnt sich aber, denn dann entsteht ein Kinobild der Spitzenklasse.

Bildqualität Blu-ray

Alle Blu-ray-Standards wie die Filmwiedergabe mit 60 und 24 Hertz überzeugen. Seltene Bildformate wie 1080/30p kennt der De-Interlacer nicht, weshalb es hier gelegentlich leicht flimmert. Auch TV-Dokumentationen zeigt manch anderer BD-Player zum Teil noch etwas glatter. In unserer schwierigen Testsequenz mit schnell durch das Bild fahrenden Autos verursacht der Panasonic in den Nummernschildern hin und wieder leichte Kämme. Die überwiegende Zahl der HDTV-Testsequenzen meistert der Super-Recorder aber fehlerfrei. Da er im Labor wiederum korrekte HDMI-Pegel liefert und ganz helle oder dunkle Kontraste nicht beschneidet, darf er als hochkarätiger Blu-ray-Player gelten.

Panasonic DMR-BS 850 – Blu-ray-Player für 1.300 €

Wie es sich für eine Settop-Box mit Aufnahme­funk­tion gehört, lassen sich Vor-und Nachlauf einstellen.

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Zusatzinfo: Brennen von kompatiblen Blu-ray-Discs

Direktes Kopieren im DR-Modus:
Alle TV-Aufnahmen des integrierten Twin-Tuners speichert der Panasonic im DR-Modus (Direct Recording) auf seiner Festplatte, also in voller Qualität mit allen Tonspuren und Videotext. Von dort kann man sie im voreingestellten Modus "High Speed" wiederum in voller Qualität auf eine bespielbare Blu-ray-Disc brennen. Für den Praxistest nahmen wir über Arte HD die ungekürzte Fassung von "Metropolis" und die folgende, gleichnamige Dokumentation auf. Beide Sendungen passen mit zusammen knapp dreieinhalb Stunden Laufzeit auf eine BD-RE mit 25 GB. Im "High Speed"-Modus klappte die verlustlose Überspielung in nur 45 Minuten, dauerte also nicht einmal 15 Minuten pro Stunde HDTV-Video – nicht schlecht! Was Bildqualität und Kopiergeschwindigkeit betrifft, liegt dieser Modus weit vorn.
Allerdings hat die Sache einen Haken: Unsere "Metropolis"-Aufnahmen ließen sich nur mit Blu-ray-Playern von Panasonic problemlos abspielen. Der DMP-BD 80 aus dem letzten Jahr und die aktuellen Player DMP-BD 65 und BD 85 zeigten dabei zudem ein übersichtliches Titelmenü von beiden Filmen an, komplett mit Vorschaubild und Textinformation. Dagegen reagierten die Playstation 3 und der Toshiba BDX 2000 mit einer Fehlermeldung. Der neue BDP 9500 von Philips zeigte zwar die Titelinformationen der BD-RE korrekt an und spielte sogar den Ton ab, zeigte aber anstelle der Filme nur ein wenig aufschlussreiches blaues Hintergrundbild.

Umkopieren in HG-Qualität:
Also auf zum zweiten Versuch, bei dem wir die Festplattenaufnahme im "HG"-Modus auf BD-RE brannten. Diese Scheiben wurden sogleich vom Philips BDP 9500 und von der Play­station 3 erkannt und ordnungsgemäß abgespielt. Codiert war die Kopie von "Metropolis" im Videoformat AVC mit Dolby Digital 2.0-Ton. Auch Aufnahmen einer Reportage von Servus-TV mit Dolby Digital 5.1-Mehrkanalton spielten beide Player einwandfrei ab. Nur der Toshiba BDX 2000 streikte, weil er generell keine BD-RE-Scheiben akzeptiert. Von diesem Ausreißer abgesehen lässt der Versuch darauf schließen, dass offenbar viele Blu-ray-Player solche im HG-Modus erstellten HDTV-Kopien in voller Bild- und Tonqualität wiedergeben können. Zu beachten ist dabei, dass der Kopiervorgang aufgrund der nötigen Neucodierung nur in Echtzeit erfolgen kann. Für die Kopie der beiden "Metropolis"-Sendungen brauchten wir also knapp dreieinhalb Stunden – genauso lange, wie die Ausstrahlung gedauert hatte.
Einen kleinen Trick gibt es aber, um den "High Speed"-Modus für Mehrfachkopien zu nutzen, und zwar indem man die Kopie in HG-Qualität noch mal von der gebrannten BD-Scheibe zurück auf Festplatte überspielt. Die Kopie in der dritten Generation lässt sich jetzt im "High Speed"-Modus von Festplatte auf
BD-R oder BD-RE überspielen, da sie ja bereits im HG-Modus vorliegt. Dann gelingt die Kopie des dreieinhalbstündigen Doppelfeatures von "Metropolis" in nur rund 40 Minuten – und läuft auf den meisten BD-Playern problemlos.

Panasonic DMR-BS 850 – Blu-ray-Player für 1.300 €

Kopieren und Archivieren: Um Platz auf der Festplatte zu schaffen, kann man die Aufnahmen auf bespielbare
Blu-ray-Discs kopieren und von dort auf Wunsch auch wieder auf die Festplatte zurückspielen.

Bildqualität und Kapazität der Festplatte bei verschiedenen Aufnahmearten:
Im DR-Modus speichert der Panasonic-Recorder 77 Stunden HDTV- oder 215 Stunden SDTV-Programm verlustfrei auf der Festplatte. Bei niedrigster Qualität im EP-Modus sind es maximal 885 Stunden, allerdings sind diese Aufnahmen mit halbierter SDTV-Auflösung unscharf und nicht mehr großbildtauglich. Die Bildqualität lässt sich für SDTV- und HDTV-Videos jeweils in fünf Stufen einstellen, wobei die vier HDTV-Modi die Auflösung des HD-Originals nicht reduzieren. Der HG-Modus erhöht bei HDTV-Bildern die Aufnahmekapazität nur minimal auf rund 80 Stunden, reduziert die Bildqualität aber bereits leicht. Generell erscheinen Schärfe und Bildwirkung zwar noch unverändert, doch in feinen farbigen Mustern lassen sich kleinste Artefakte stärker erkennen: So ist im roten "S" des Logos von Servus-TV die Farbauflösung durch leichtes Wabern immer dann kurz reduziert, wenn sich der Buchstabe vor einem schnell bewegten dunklen Hintergrund abzeichnet. Diese Fehler erhöhen sich in den weiteren Sparstufen HX, HE und HL leicht, stören das Auge normalerweise aber kaum. In allen HDTV-Modi bleibt vollständiger 5.1-Ton erhalten.
Erst die vier SD-Modi XP, SP, LP und EP rechnen HDTV-Filme auf SDTV-Auflösung herunter und speichern dazu nur 2.0-Stereoton. Gelegentlich kommt es in verschiedenen Qualitätsstufen zu Blockbildung oder kurzen Unterbrechungen, die bei den HD-Modi nicht auftreten. Der Qualitätsunterschied zu den HDTV-Modi ist bei HDTV-Material naturgemäß gigantisch, bei SDTV-Programmen aber akzeptabel. 

Multimedia

Übers Internet bietet der Recorder Zugriff auf die BD-Live-Inhalte von Blu-ray-Discs. Um sie zu speichern, muss man eine SD-Karte einlegen. Der langsame Verbindungsaufbau und die langen Download-Zeiten von BD-Live machen aber wenig Spaß. Viel interessanter ist Panasonics eigene Plattform "Viera Cast", die Dienste wie YouTube, das Picasa Web-Album oder Nachrichten blitzschnell ins Wohnzimmer holt. Ein echter Mehrwert, auch wenn man die Inhalte nicht speichern kann.

Die eigene Musiksammlung, Fotos oder Urlaubsfilme zeigt der BS 850 nicht nur in bester Bild- und Tonqualität, sondern speichert und verwaltet sie auf der Festplatte. Fotos erscheinen mit weichem Überblendeffekt in bester Schärfe und Skalierung, wahlweise mit Musik von der Festplatte oder vom USB-Eingang. Speziell über das SD-Kartenlaufwerk baut sich die Foto-Vorschau rasend schnell auf und bietet flotten Zugriff auf alle Bilder.

DivX-Videos oder MP3-Musik akzeptiert der Panasonic von DVDs/CDs oder über USB. Das SD-Kartenlaufwerk spielt Fotos und HDTV-Videos im Format AVCHD, die sich in einen eigenen Festplatten-Ordner kopieren lassen. Bis zu 40.000 Musik­titel von CD passen auf die Platte. Ist die Internetverbindung aktiv, legt der Panasonic beim Kopieren einer CD mit Hilfe der Gracenote-Datenbank die passenden Informationen zu Titel und Interpret mit an. Ein Album zu kopieren dauert sechs Minuten.

Der Schritt zum Home Server ist angesichts der Funktionsvielfalt nur konsequent. Über die DLNA-kompatible Serverfunktion bietet der Panasonic anderen Geräten im Heimnetzwerk Zugriff auf seine TV-Aufnahmen und AVCHD-Videos, leider aber noch nicht auf Fotos oder Musik.

Panasonic DMR-BS 850 – Blu-ray-Player für 1.300 €

Programmieren kann man die Aufnahmen komfortabel per Programmguide oder über einen Timer.  


Zusatzinfo: Der Panasonic DMR-BS 850 als Home Server

Viele Wohnungen und Häuser sind inzwischen bereits über einen LAN-Anschluss vernetzt. Da der Panasonic den DLNA-Standard (Digital Living Network Alliance) unterstützt, wird er von netzwerkfähigen Abspielgeräten automatisch erkannt und in ihrer Netzwerkliste angezeigt. Dazu muss im Set­up die Serverfunktion des Recorders aktiviert und die Anmeldung einmal bestätigt werden. Dann ist es möglich, den Zugang zu bestimmten Clients für verschiedene Räume im Haus unterschiedlich einzustellen.
Mit einem DLNA-kompatiblen Blu-ray-Player wie dem Panasonic DMP-BD 85 hat man dann beispielsweise vom Schlafzimmer aus Zugriff auf sämtliche SD- und HDTV-Videos auf der Festplatte des BS 850, der im Wohnzimmer steht. Das funktioniert sogar, wenn sich der Recorder im Standby-Modus befindet. Dabei verbraucht der BS 850 mit rund 22 Watt deutlich weniger Strom als vergleichbare PC-Lösungen, allerdings etwas mehr als eine NAS-Station.
Nicht vorgesehen ist der Zugriff auf andere Festplatten-Inhalte wie Fotos oder Musik. Auch Fernsehen oder ferngesteuertes Aufnehmen klappen derzeit noch nicht – hier sind in Zukunft noch viele weitere Anwendungen denkbar. Kein Problem ist es dagegen, in mehreren Räumen gleichzeitig verschiedene HDTV-Aufzeichnungen anzuschauen. So einfach wird das HDTV-fähige Netzwerk Realität – ein tolles Feature mit großem Ausbaupotenzial.

 

Panasonic DMR-BS 850 – Blu-ray-Player für 1.300 €
  Anmeldung ins Heimnetzwerk: Mehrere Abspielgeräte (Clients)  können sich gleichzeitig beim BS 850 anmelden.
Der Zugang zum Netzwerk lässt sich für verschiedene Räume unterschiedlich regeln.

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Fazit

Gelungene Premiere für den Blu-ray-Recorder DMR-BS 850 von Pansasonic: Er liefert nicht nur scharfe HDTV-Aufnahmen, sondern beeindruckt auch als Settop-Box, Player und Home Server. Trotz dieser Funktionsvielfalt bleibt die Bedienung übersichtlich – Hut ab vor den Entwicklern. 

Panasonic DMR-BS 850 – Blu-ray-Player für 1.300 €

Technische Ausstattung und Bewertung

Panasonic DMR-BS 850 – Blu-ray-Player für 1.300 €


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Der Testbericht Panasonic DMR-BS 850 (Gesamtwertung: 87, Preis/UVP: 1300 Euro) ist in audiovision Ausgabe 4-2010 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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