Samsung BD-P 1600 (Test)

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Samsung BD-P 1600 – Blu-ray-Player für 280 Euro

Test des Samsung BD-P 1600 - Blu-ray-Player für 280 €Im Einsteiger-Segment mischt jetzt Samsungs neuer BD-P 1600 mit, der für eine drahtlose Netzwerkverbindung vorbereitet ist und so BD-­Live-Extras auf Wunsch auch kabellos aus dem Web lädt. Multimedia-Inhalte spielt er über seine beiden USB-Schnittstellen ab.

Ausstattung und Bedienung

Der Vorgänger BD-P 1500 (audiovision 9-08) kostete noch 380 Euro, ließ aber einige Ausstattungswünsche offen. So konnte er weder MP3-Musik noch Fotos abspielen, ein interner Decoder für DTS-HD fehlte ebenso wie eine professionelle Vollbildqualität für Dokumentationen auf Blu-ray. Der neue BD-P 1600 spielt nun DivX-Videos, MP3-Musik und JPEG-Fotos sowohl von CD und DVD als auch über die beiden USB-Anschlüsse ab. Der Videoprozessor bietet eine bessere Vollbildwandlung für HDTV-Video, außerdem werden alle HD-Tonformate intern zu PCM-Ton decodiert. Für BD-Live Bonus-Material oder Trailer ist zusätzlich ein USB-Stick mit 1 GB nötig, da dem Player ein interner Speicher fehlt.

Samsung BD-P 1600 - Blu-ray-Player für 280 €

Verborgen: Einer der beiden USB-Ports, über die der Player MP3-Musik,
Fotos und Videos abspielt sowie BD-Live-Extras zwischenspeichert.

Die rückseitige USB-Schnittstelle dient auch als Anschluss für den zusätzlichen WLAN-Dongle WIS09ABGN-G. Zum stolzen Preis von 99 Euro lässt sich die Internetverbindung dann drahtlos aufbauen. Im Gegensatz zum BD-P 4610 (Test in audio­vision 6-09) und dem BD-P 3600 unterstützt der Player kein PC-Streaming. Dafür spielt er Camcorder-HD-Videos im AVCHD-Format von DVD ab. Die Fotowiedergabe gelingt nur ausreichend: Zwar klappt der Zugriff auf hochaufgelöste Fotos schnell, doch die Darstellung gelingt kaum besser als in PAL-Auflösung.

Test des Samsung BD-P 1600 - Blu-ray-Player für 280 €

Die Laufwerkstas­ten der handlichen Fernbedienung leuchten im Dunkeln eine Zeitlang nach.

Samsung BD-P 1600 - Blu-ray-Player für 280 €
Da gehört er hin: Der USB-Dongle (99 Euro) ermöglicht  drahtlosen Internet-Zugang.

Bildqualität Blu-ray

Gegenüber dem Vorgänger liegt die Bildqualität etwas höher. Nur beim digitalen HDMI-Pegel im RGB-Format unterschlägt der Player ultraschwarze Bildbereiche, nötig für eine korrekte Einstellung der Bildhelligkeit mittels Testbildern. In der Praxis einigen sich die meisten Displays mit dem Player aber automatisch auf das YUV-Format, und hier ist der Fehler nicht vorhanden. Der De-Interlacer ist auch besser geworden. Lediglich in der schwierigen Testsequenz in 1080/60i eines bewegten Frauenportraits flimmern die Wimpern leicht.
Hochkarätige Blu-ray-Filme wie "The Dark Knight" begeistern mit grandioser Bildschärfe. Bei einigen stärker rauschenden Szenen in "Der Fuchs und das Mädchen" bringt Samsungs Rauschfilter wenig, dagegen macht sich der dreistufige Schärferegler bei weniger knackig produzierten Filmen bezahlt, denn er hebt vor allem in Stellung "Niedrig" horizontale und vertikale Kanten dezent an.

Test des Samsung BD-P 1600 - Blu-ray-Player für 280 €

Sparsam, aber ausreichend: In Sachen Anschlussbuchsen beschränkt sich der kleinere
der beiden getesteten Samsung-Player auf das Nötigste.  Aus dem Rahmen fallen
nur die beiden USB-Schnittstellen, die das komfortable Abspielen von MP3-Musik,
JPEG-Fotos und DivX-Videos erlauben. 

 

 

Bildqualität DVD

Beim Überprüfen mit Testbildern fällt die tolle Skalierung auf, die nur wenige Player so gut beherrschen. In der Praxis überzeugt die filmische Bildqualität. Zudem funktioniert die Filmmode-Erkennung perfekt, die Strandszene aus "Sechs Tage, sieben Nächte" flimmert in keiner Sekunde. Mit dem Schärferegler lässt sich manch ältere DVD, etwa "Das große Krabbeln", ordentlich aufpeppen, weil der Player feine Strukturen dann besser herausarbeitet.

Test des Samsung BD-P 1600 - Blu-ray-Player für 280 €
Übersichtlich: Die Anzahl der Menüs ist auf eine überschaubare Anzahl
begrenzt. Die Bildfunktionen werden nicht via Menü, sondern über die "Info"-Taste aufgerufen.

Tonqualität

Hochbit-Ton gibt der Samsung als Bitstream und als decodierten 7.1-PCM-Ton aus, wobei er, anders als der Panasonic BD 80, bei 5.1-Ton von DTS keine zusätzlichen Surround-Back-Kanäle decodiert. Klangunterschiede lasssen sich zwischen den beiden Formaten kaum ausmachen. Gegenüber konventionellem S/PDIF-Ton liegt HD-Ton dank besserer räumlicher Staffelung, klarerer Sprachverständlichkeit und höherer Dynamik bei Explosionen vorn. Als CD-Spieler gibt sich der Samsung flexibel, denn auch sein analoger Stereoausgang liefert gute Klangqualität. Noch besser klingt Musik an guten AV-Receivern über den optischen Ausgang.

Test des Samsung BD-P 1600 - Blu-ray-Player für 280 €

280 Euro: Hinter der großen Frontklappe des kleineren Samsung steuern Softkey-
Tasten das nicht ganz leise Laufwerk. Die Tasten geben zur besseren Orientierung
unterschiedliche, aber abschaltbare Piepstöne von sich.

Fazit

Samsungs BD-P 1600 ist ein sehr guter Blu-ray-Player und gibt auch DVDs in feinster Bildqualität wieder. Seine einfache Bedienung und sein vergleichsweise flottes Laufwerk machen im Heim­kino richtig Spaß. Die Zahl der Multimedia-Extras ist aber ebenso begrenzt wie die Qualität der Fotodarstellung, und das Laufwerk könnte leiser sein.

Test des Samsung BD-P 1600 - Blu-ray-Player für 280 €

 

 

Technische Ausstattung und Bewertung

Test des LG Samsung BD-P 1600 - Blu-ray-Player für 280 €

 

 

Der Testbericht Samsung BD-P 1600 (Gesamtwertung: 87, Preis/UVP: 280 Euro) ist in audiovision Ausgabe 8-2009 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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