Sony KDL-40 NX 705 (Test)

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Sony KDL-40 NX 705 – LED-TV für 1.400 Euro

Test Sony KDL-40 NX 705 - LED-TV für 1.400 €Sony verwendet bei diesem LCD die so genannte Edge-LED-Technik, bei der die Displaydurchleuchtung auf Basis von Leuchtdioden im Rahmen sitzt. Das macht den TV schlank und besonders energieeffizient: Von allen sieben Fernsehern im Testfeld verbraucht der 40-Zöller trotz hoher Helligkeit am wenigsten Strom.

Ausstattung und Bedienung

Wichtigstes Ausstattungsmerkmal ist der Universaltuner mit Unterstützung von DiSEqC und CI+, sodass man keine Settop-Box benötigt, egal ob die TV-Signale per DVB-T-Antenne, via Kabel oder Satellit eingehen. Das Sony-typische Menü im Roll­register-Stil der Playstation 3 sieht schick aus, nervt aber bisweilen mit unangenehmer Verzögerung, etwa wenn man die Programmtausch-Funktion oder das Bildmenü aufruft. Im Fernsehalltag gefällt die sinnvolle Vorsortierung der Senderlisten, die auf Wunsch nur frei empfangbare Stationen anzeigen und auch über den Titel der aktuellen Sendung informieren. Verbessern ließe sich die Übersichtlichkeit aber durch schnell zugängliche Sortierfilter à la Panasonic und ein flotteres Navigieren in der Favoritenliste. Experten würden sich zudem eine Angabe der Framerate nicht nur bei 24p, sondern auch bei eingehenden 50- und 60 Hertz-Signalen wünschen.

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Gut erreichbar: Alle Anschlüsse sind seitlich angebracht.

Bildqualität TV und Standardsignale

Die AV-Modi ändert man über die Scene-Taste auf der Fernbedienung, wobei wir "Kino" empfehlen. Für ein optimales TV-Bild sollte man noch den Gamma-Regler auf Minimum bewegen, den Bildbeschnitt (Overscan) verkleinern/ausschalten und die automatische Formatumschaltung auf unverzerrtes 4:3 stellen. Das analoge TV-Bild sieht bei ruhigen Studioaufnahmen detailliert und sauber aus, in Kameraschwenks fallen aber stehende, verzögerte Rauschmuster auf. Digitale Kabel- und Satelliten­signale wirken brillant und fein; nur bei nahem Hinsehen zeigen sich leichte Anschärfungssäume. Per HDMI zugespielte PAL-Signale (576i) weisen gute Schärfe und Vollbildverarbeitung auf – für hoch­skaliertes 4:3-Material fehlen die passenden Bildformate für eine verzerrungsfreie Darstellung. Die Lautsprecher tönen zwar leicht verfärbt und mit wenig Bass, doch bei Sprache und Musik kommt ein solider Klang zustande.

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Die Fernbedienung ist arg breit geraten, gut gefällt ihre blaue Beleuchtung.

 

Bildqualität HDTV-Signale

Blu-ray-Filme zeigt der Sony mit guter Feinzeichnung, nur mit Testbildern fällt auf, dass er feinste vertikale Strukturen leicht bedämpft. 24p-Signale weisen eine ordnungsgemäße Bewegungsphase, aber wenig Bewegungsschärfe auf: Die Ornamente im Intro von "Casino Royale" verwischen stärker als bei den Testkonkurrenten. Mit aktiviertem Motion­flow entfernt der Sony Filmstottern effektiv mit nur geringen Nebenwirkungen. Die Schaltung leistet vor allem bei TV-Material gute Dienste, weil sie Laufschriften besser lesbar macht. Kontrastarme und dunkle Bildmotive verwischen jedoch trotz Motion­flow. Im Test mit verschiedenen Filmen entsteht dank des hohen Im-Bild-Kontrasts und der schnellen Lampenregelung ein plastisches und brillantes Bild. Dunkle Szenen entfalten dennoch weniger Tiefenwirkung als beim Samsung, da sich der Sony an den Rändern stärker aufhellt und bereits leicht versetzte Blickwinkel das Bild verändern. Helle Szenen wirken trotz großflächig homogener Ausleuchtung fleckig. Die Farben gelingen glaubwürdig, Schwarz-Weiß-Filme wie "Casa­blanca" erscheinen aber trotz konstanter und stimmiger Farbtemperatur von 6.500 Kelvin steril und mit einem leichten Lila-Stich. Gesättigtes Rot und Blau erstrahlen wegen des leicht eingeschränkten Farbraums weniger kräftig als auf unserer Referenz, dem Plasma KRP-500 von Pioneer.

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1.400 Euro: Das neue Sony-Design setzt auf bündige Front und
Hochglanzscheibe. Als Zubehör gibt es einen geneigten Fuß für Bodenaufstellung.

 

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Multimedia-Talente des NX 705

Die Besonderheit von Sony in Sachen Multi­media besteht in der herausragenden Fotodarstellung, die kein anderer Hersteller so perfekt beherrscht. Das macht die Fernseher für professionelle und Hobby-Fotografen ausgesprochen interessant. Fotos erscheinen auf den Sony-TVs scharf und mit natürlichen Farben, das Menü reagiert schnell und ist übersichtlich. Zudem zeigt es zahlreiche Extras an, vom Kameramodell über die Blende bis zur ISO-Empfindlichkeit. Sogar der Aufnahmeort wird per Landkarte eingeblendet, falls die Kamera diese Funktion unterstützt.

Ins Gerät gelangen Media-Dateien über USB- oder Netzwerkanschluss (LAN), alternativ auch drahtlos per WLAN-Adapter (UWA-BR100, ca. 80 Euro). Einen Internet-Zugang bieten die Sonys ebenfalls; dort erwartet den Kunden das hauseigene Portal Bravia Internet Video, das nicht nur zu Diensten wie YouTube oder dem Yahoo-Wetter weiterleitet, sondern wie bei Panasonic auch zu professionellen Inhalten, etwa Videobeiträgen der Tagesschau. Auch ausgewählte Fußball-Inhalte gibt es anlässlich der WM. An Multimedia-Formaten beherrschen die Sonys MP3 (Musik), JPEG (Fotos), RAW (Fotos), PCM (Ton), MPEG2/4 (Video), DivX (Video) und AVCHD (Camcorder).

Fazit

Der Sony ist ein solider Fernseher, der durch reichhaltige Ausstattung, ein gutes Bild und sehr niedrigen Energieverbrauch glänzt. Schwächen zeigt er bei der Bewegungsschärfe, der Bildhomogenität und den nicht perfekten Farben.

Test Sony KDL-40 NX 705 - LED-TV für 1.400 €
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Technische Ausstattung und Bewertung 

Test Sony KDL-40 NX 705 - LED-TV für 1.400 €

 

 

Der Testbericht Sony KDL-40 NX 705 (Gesamtwertung: 75, Preis/UVP: 1400 Euro) ist in audiovision Ausgabe 6-2009 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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