Sharp LC-42 DH 77 E (Test)

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Sharp LC-42 DH 77 E – LCD-TV für 1.400 Euro

Test Sharp LC-42 DH 77 E - LCD-TV für 1.400 EuroNeu in Sharps Produktpalette ist das LCD-Modell LC-42 DH 77 E. Es hebt sich durch eine geschwungene Zierleiste aus Chrom vom Design-Einerlei der Flachbildschirme ab.

Ausstattung und Bedienung

Bei eingehenden HDTV-Signalen fehlt die Format­umschaltung, doch sonst bietet der Sharp viele Funktionen. Darunter sind auch einige zum Energiesparen, von automatischen Abschaltfunktionen bis zum Umgebungslichtsensor "OPC", der die Grundhelligkeit und damit den Stromverbrauch regelt. Mangels einer dynamischen Lampensteuerung, die das Licht in dunklen Szenen dimmt, kommt der TV aber nicht an den günstigen Verbrauch des JVC heran.
Neu am Sharp ist der USB-Eingang, der Diashows (JPEG) und Musikwiedergabe (MP3) ermög­licht. Die Fotodarstellung gelingt bei Bildern im Full-HD-Format (1.920 x 1.080) hervorragend, größere Fotos werden aber etwas grob gerastert; das können Samsung, Sony und Panasonic besser. Weitere Extras sind der drehbare Tischfuß und ein Level 2.5-Teletextdecoder. Menü und Fernbedienung wirken übersichtlich, nur die Menüschrift geriet arg klein. Schön wäre, wenn sich das Menü minimieren würde, sobald man Bildeinstellungen vornimmt, damit man deren Auswirkungen besser überprüfen kann.  

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Alles dran: Der TV bietet viele Anschlüsse, darunter eine serielle Schnittstelle
(RS-232C), mit der man den TV über den PC fernsteuern kann.

Bildqualität TV & Standard-Signale

Die Voreinstellung "Film" liefert ein natürliches TV-Bild, ohne Überschärfung oder Übersättigung und mit guter Durchzeichnung dunkler Passagen. Das digitale TV-Bild ist scharf, das analoge könnte im Vergleich zum Panasonic einen Tick mehr Feinzeichnung vertragen; schwache Sender rauschen im Vergleich auf dem Sharp etwas stärker. Per Scart-Eingang gelingt ein überdurchschnittlich feines Bild, wichtig für die Verbindung mit älteren Sat-Receivern. An diesem Eingang sollte man die mittlere der fünf angebotenen Farbtemperaturen wählen, sonst wirkt das Bild braunstichig. Bei manchen Spielfilmen wie unserem beliebten Stolperstein "Sechs Ta­ge, sieben Nächte" tritt öfter Zeilenflimmern auf, bei digitaler Zeilensprung-Zuspielung per HDMI-576i arbeitet die Vollbildkonvertierung ("Film-Modus") besser. Für Tageslicht ist das halbmatte Display gut geeignet, seine maximale Strahlkraft liegt bei hohen 300 Candela pro Quadratmeter. Die Lautsprecher reproduzieren Sprache klar, Musik indes klingt mittenbetont und bassarm.

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Gefällt: Die Fernbedienung liegt gut in der Hand; die Tas­ten,
einschließlich jener unter der Klappe, sind verständlich beschriftet.

 

Bildqualität HDTV-Signale

Den HDTV-Testparcours meistert der Sharp gut.Zwar schärft er HD-Bilder etwas an, doch die meisten Filme profitieren davon, vor allem bei typischen Sitzabständen ab drei Metern. 24p-Signale stellt er mit originalgetreuer Bewegung dar. Wie beim JVC bekommt man vom typische Filmruckeln (Judder) wegen der mäßigen Bewegungsschärfe aber nicht viel mit. Die "100 Hz"-Schaltung arbeitet frei von Nebenwirkungen, erhöht die Bewegungsschärfe aber nur leicht. Wer sich am Judder stört, wählt den "Filmmode verbessert", der Bewegungen durch das Einfügen von Zwischenbildern glättet, aber Fehler produziert: So stockt das Bild zu Beginn des zweiten Kapitels von "Casino Royale" kurz.

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Im Praxis-Sehtest fallen vor allem dunkle Film-szenen angenehm auf. Sie präsentieren sich dank gutem Kontrast und einem satten, für LCD ungewöhnlich farbneutralen Schwarz mit besserer Tiefenwirkung als beim JVC und beim Toshiba. In hellen Bildern stört ein leichter Lilastich, der sich nicht beheben und das Bild etwas unnatürlich wirken lässt. Zudem wirkt das Bild nicht perfekt homogen, allerdings fällt die leichte Flecken- und Hotspotbildung nur in einfarbigen Testbildern auf. Ärgerlich: Bei 1080-Zuspielung ist keine Formatumschaltung möglich.

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1.400 Euro: Mit blau-­schwarzem Gehäuse und geschwungener Chrom-Zierleiste
vermittelt der Sharp eigenständiges Design.

Fazit

Alles in allem ist der Sharp ein guter Alltagsfernseher, der mit vielen Funktionen und einem insgesamt ordentlichen Bild punktet. Sein größtes Manko ist der leichte Lilastich.

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Technische Ausstattung und Bewertung 

Test Sharp LC-42 DH 77 E - LCD-TV für 1.400 €

 

 

Der Testbericht Sharp LC-42 DH 77 E (Gesamtwertung: 76, Preis/UVP: 1400 Euro) ist in audiovision Ausgabe 6-2009 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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