LG 50 PG 7000 (Test)

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LG 50 PG 7000 – Plasma-TV für 2.300 Euro

Test LG 50 PG 7000 - Plasma-TV für 2.300 EuroLG rührt hauptsächlich für seine LCD-Fernseher die Werbetrommel. Dabei produzieren die Koreaner auch Plasma-Bildschirme, wie den aktuellen PG 7000 mit 1,27 Metern Bilddiagonale.

Ausstattung und Bedienung

Der Fernseher präsentiert sich multimedial. Vom USB-Speicher nimmt er JPEG-und MP3-Dateien entgegen. Sogar an Bluetooth-Stereo-Headsets übermittelt er den TV-Ton per A2DP (Advanced Audio Distribution Profile), spart sich aber leider die konventionelle Kopfhörerbuchse. Auch die Scartbuchsen sind unvollständig. Zwei Stück mögen im Zeitalter von HDMI reichen, aber wenigstens eine davon sollte S-Video verstehen. Immerhin gibt es seitlich am Panel eine S-Video-Buchse, dazu einen FBAS-Cinch-Anschluss und einen HDMI-Eingang, hinten dann weitere drei HDMI-Buchsen. Der Tuner empfängt analoges Kabel-TV und DVB-T.

Test LG 50 PG 7000 - Plasma-TV für 2.300 Euro

Nicht vollständig: Keine der Scart-Buchsen des LG
versteht S-Video-Signale. Sonst ist aber alles vorhanden.

Die Fernbedienung liegt gut in der Hand, könn­te aber etwas kürzer sein. Eine Bildformattaste fehlt, die Umschaltung klappt nur über den "Q.Menu"-Knopf und ein Untermenü. Die Menüs selbst sind gut strukturiert, die meisten Optionen selbsterklärend. Wenig Spaß macht der Sendersuchlauf. Am Standort unseres Testlabors bei München legt er den österreichischen ORF auf den ersten Programmplatz, gefolgt von Shoppingkanälen.

Bildqualität TV & Standard-Signale

In der Bildvoreinstellung "Kino-Anwender" kommt der LG schon recht dicht ans Optimum heran. Nur die Schärfe gilt es noch zu reduzieren, denn in der Werkseinstellung verstärkt er Kanten unnatürlich. Analoge wie DVB-T-Bilder zeigt der Fernseher bis auf einen leichten Stich ins Gelb-Grüne natürlich und sauber durchgezeichnet. Die Bilder sind plas­tisch und erscheinen mit realistischem Schwarz. Selbst schnell bewegte Objekte, etwa Fußballspieler auf dem Rasen, weisen klare Konturen auf.
Bei DVD-Zuspielung via Scart oder HDMI mit 576i arbeitet der De-Interlacer nicht besonders gut: In der Kamerafahrt zu Beginn von "American Beauty" flimmern die Hausdächer. Zudem mangelt es dem Plasma-TV an Tageslichttauglichkeit; die graue Mattscheibe filtert das Restlicht kaum und mindert den Kontrast. In Räumen mit viel Licht hat der LG dem Testsieger von Sony nur die Blick­winkelunabhängigkeit voraus. Ebenfalls unerfreulich: Der Stromverbrauch des 50-Zöllers liegt mit über 400 Watt viel zu hoch und entspricht nicht dem Stand der Technik. Wesentlich besser gefallen uns die Audioqualitäten, denn für einen Flachbild-Fernseher tönt der LG recht voll. Im Testfeld liefert er den besten Klang, lediglich die Höhen könnten noch einen Tick brillanter sein.

 

Bildqualität HDTV-Signale

Im HDTV-Betrieb beweist der LG dieselben positiven Eigenschaften wie mit Standardfernsehen und -signalen. Das Bond-Abenteuer "Casino Royale" wirkt von der Blu-ray-Disc überaus realistisch, was bei der Kran-Kletterei zu Beginn regelrecht zu Schwindelanfällen führen kann. Der Bildschirm zeigt sogar die feinen Lochbleche im Gitterträger eines Krans perfekt, die nächtliche Zugfahrt durch Montenegro sieht wirklich nach dunkler Nacht aus. Lediglich der computeranimierte Vorspann klappt nicht so, wie er soll: Die durchs Bild fliegenden Spielkarten ruckeln trotz 24p-Zuspielung ungleichmäßig.


Unsere hochauflösenden Testbilder erscheinen allesamt perfekt auf dem LG-Schirm. Schaltet man per "Quick Menu" den Bildbeschnitt (Overscan) ab, so zeigt der Plasma die HD-Signale pixelgenau; Schärfe und Farben sind bis auf den erwähnten minimalen Stich ins Grün-Gelbe perfekt. Gegen die in audiovision 1-2009 getestete und deutlich teurere Plasma-Referenz, den Pioneer KRP-500, zieht der LG erwartungsgemäß den Kürzeren, denn dessen Bild ist deutlich satter, bei Tageslicht wie unter Heimkinobedingungen. Auch der erschwingliche Rivale TH-50 PZ 80 E von Panasonic (Test in audiovision 11-08) kann besser schwarzmalen.

2.300 Euro: Als einziger Hersteller in diesem Test hält LG die Plasma-Fahne hoch.
Toshiba 52 XV 555 D - LCD-TV für 2.300 €
Übersichtlich: Die meisten Tasten der LG-Fernbedienung sind groß genug und
gut zu erkennen. Welche Taste das Bildformat umschaltet, muss man aber wissen.

Fazit

Der Straßenpreis des LG 50 PG 7000 liegt weit unter der Preisempfehlung des Herstellers. Wer für wenig Geld einen heimkinotauglichen Flachbild-Fernseher sucht, wird sich über diesen Plasma freuen – der Stromversorger allerdings auch.

 

Technische Ausstattung und Bewertung 

Test des LG 50 PG 7000 - Plasma-TV für 2.300 €

 

 

Der Testbericht LG 50 PG 7000 (Gesamtwertung: 72, Preis/UVP: 2300 Euro) ist in audiovision Ausgabe 4-2009 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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