Blu-ray-Test: Death Race – Extended Edition

0

Death Race CoverEx-Knacki Jensen Ames (Jason Statham) wird für den Mord an seiner Frau, den er natürlich nicht begangen hat, zu lebenslanger Haft verurteilt. Um seinen Knastaufenthalt zu verkürzen, nimmt er an einem mörderischen Autorennen teil, dass live im Internet übertragen wird und so die Taschen der skrupellosen Gefängnisdirektorin (meist stoisch auf Bildschirme starrend: Joan Allen) füllt.

Dass das Hauptaugenmerk des postapokalyptischen Action-Spektakels nicht auf Charakterzeichnung oder einer pfiffigen Story liegt, wird im hörenswerten Audiokommentar klar.  Auch in den mit Interviews und Mini-Videosegmenten angereicherten Bild-in-Bild-Track sollte man reinschauen, denn hier werden nicht nur Ausschnitte aus den beiden normalen Featurettes zweitverwertet. 

Der 20-minütige Beitrag "Wie man ein Death Race macht" ist ein Mix aus belanglosem PR-Blabla und interessanten Hintergrundinfos über die eindrucksvollen Autostunts. Außerdem erfährt man, dass Hauptdarsteller Jason Statham seinen Körperfettanteil für die Rolle auf sechs Prozent reduzierte. Welche Strapazen und Gefahren die Macher auf sich nahmen, um den CGI-Anteil gering zu halten, verrät die achtminütige Featurette "Hinter dem Lenkrad: Stunt-Analyse".
Wer will, kann aus sieben unterschiedlichen Kameraperspektiven (siehe Bild oben) sein persönliches Rennen inszenieren und dieses per BD-Live anderen "Death Race"-Fans zugänglich machen. Apropos BD-Live, filmspezifisches Bonusmaterial lag zum Testzeitpunkt nicht vor. (cs)

Bildqualität: Trotz Grießeleinlagen, die stets wie feines Filmkorn aussehen, und einem überzogenen Kontrastumfang ist die Detail- und Kantenschärfe des von grauen Farbtönen geprägten Cinemascope-Transfers gut bis sehr gut. Auch die Tiefenwirkung gefällt.                 

Tonqualität: Der mit Hardrock-Elementen angereicherte Instrumental-Score nutzt die Surroundkanäle auf mannigfaltige Weise, inklusive netter Ping-Pong-Effekte (Anfang Kapitel 3). Auch die röhrenden Motoren und die während der zahlreichen Rennen nicht enden wollenen Maschinengewehrsalven wurden eindrucksvoll abgemischt. HD-Ton in Form von DTS-Master-Audio gibt’s nach wie vor nur bei englischer Sprachwahl.               

Extras: Audiokommentar mit Regisseur Paul W.S. Anderson und Produzent Jeremy Bolt, U-Control (Bild-in-Bild-Videobeiträge, Infotafeln), "Wie man ein Death Race macht" (19:44), "Hinter dem Lenkrad: Stunt-Analyse" (7:51), "Persönliches Rennen erstellen", BD-Live.            

Fazit: Handwerklich eindrucksvolles Remake des Roger-Corman-Trash-Klassikers "Frankensteins Todesrennen" aus den Siebzigern. Leider wurden Humor und satirische Seitenhiebe des Originals auf ein Minimum reduziert. Auf Blu-ray wird sechs Minuten länger gerast als im Kino.            

Death Race Grab1 

Ärgerlich: Die Texteinblendungen sind nicht in Deutsch.

 
Death Race Grab2

Flexibel: Anhand sieben verschiedenen Kameraperspek­tiven kann man sein eigenes Todesrennen inszenieren.

Die Wertung   
Film 4 von 6 Punkten
Bildqualität 5 von 6 Punkten
Tonqualität 5 von 6 Punkten
Bonusmaterial 3 von 6 Punkten
   
Die technischen Daten  
Anbieter Universal
Originaltitel Death Race
Laufzeit 111  Minuten
FSK ab 18 Jahren
Bildformat 2,35:1 (1080p/24Hz)
Ton Deutsch DTS 5.1
Ton Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
Erhältlich ab 9. April

 
Dieser und viele weitere Blu-ray- und DVD-Tests sind in der audiovision 5/2009 erschienen.  

Diesen Artikel teilen

Antworten

[pro_ad_display_adzone id=25883]