Philips BDP 7200 (Test)

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Philips BDP 7200 – Blu-ray-Player für 500 Euro

Philips BDP 7200 frontalDer Philips BDP 7200 ist der dritte Blu-ray-Player aus Holland. Mit seinen abgerundeten Ecken passt er gut zu den hauseigenen Flachbild-TVs. Schnittstellen für das Internet oder Speicherkartensteckplätze gibt es nicht, dafür leitet der Philips optional auch analogen 5.1-Ton oder decodierten 7.1-PCM-Ton an ältere Receiver weiter.

Ausstattung und Bedienung

Anders als der Vorgänger 7100 unterstützt der BDP 7200 das Profil 1.1 (BonusView) für die Bild-in-Bild-Wiedergabe, verzichtet aber immer noch auf eine Netzwerkbuchse für BD-Live. Hochauflösende Camcordervideos (AVCHD) spielt er ebenso ab wie Fotos mit Vorschaubildern und MP3-Musik von der CD oder DVD.

Zum Standard zählen die Full-HD-Ausgabe von Blu-ray-Kinofilmen mit 60 und 24 Bildern pro Sekunde und das Hochskalieren von normalen DVDs auf das HDMI-Format 1080/50p. An Bildreglern stehen lediglich zwei MPEG-Rauschfilter zur Verfügung, die zudem nur bei DVDs wirken, nicht aber bei Blu-ray-Scheiben.

In Sachen Ton beherrscht der Philips die Bitstream-Ausgabe von Dolby TrueHD und DTS-HD und stellt außerdem einen 7.1-Decoder und analoge 5.1-Ausgänge bereit. Das eingestellte Tonformat lässt sich über die Auswahltaste "Audio" anzeigen und umschalten, nur die Status­anzeige für die Video­auflösung fehlt. Immerhin erscheint sie im Display, wenn man im Stop-Modus die "Output"-Taste auf der Gerätefront drückt. Sogar das direkte Umschalten zwischen 576p und 1080p klappt hier. Praktisch ist die AB-Repeat-Funktion für BD-Scheiben. Im Betrieb fallen weder der Lüfter noch das leise schnurrende Laufwerk störend auf.

BDP 7200 fernbedienung

Kantig: Die Fernbedienung wirkt edel, viele Tastenbeschriftungen sind aber bei schwachem Licht schlecht lesbar.

Bildqualität Blu-ray

Im Messlabor leistete sich der Philips kaum Schwächen. Er trifft digitale Schwarz-Weiß-Pegel im gesamten Dynamikbereich exakt. Der Farbdecoder weicht bei der Ausgabe im digitalen RGB-Farbraum ebenfalls kaum von der Norm ab, was zu erfreulich neutralen Farben und Graustufen führt.

Zum Standard gehört heute die perfekte Blu-ray-Vollbildwandlung von Kinofilmen, die der Philips selbstredend beherrscht. Feine Unterschiede zwischen verschiedenen Playern zeigen sich aber bei hochauflösenden TV-Produktionen oder HD-Dokus, aufgenommen mit 60 Bildern pro Sekunde. Hier liefert der Philips erfreulich glatte Kanten und eine optimale Vertikalauflösung. Nur bei sehr schnell durchs Bild fahrenden Autos erscheinen in den Nummernschildern ausgefranste Geisterbilder.

BDP 7200 rückseite

Flexible Tonausgänge: Der Philips BDP 7200 decodiert die HD-Tonformate zu vollständigem
7.1-PCM-Ton oder gibt sie optional über den analogen 5.1-Ausgang an
ältere HDMI-Receiver weiter. Eine Netzwerkbuchse und damit die
Internet-Anbindung fehlt.

 

 

Bildqualität DVD

Einen Top-DVD-Player ersetzt der Philips nicht: Kinofilme fügt er nur dann zu flimmerfreien Vollbildern zusammen, wenn die DVD einen Vollbildmarker aufweist. Da der aber vielen Scheiben fehlt, flimmern zum Beispiel in "Sechs Tage, sieben Nächte" beim Schwenk über den Strand die Liegen permanent. Das Umschalten des De-Interlacing von "Auto" auf "Video" ändert daran nichts. Da PAL-Halbbildvideo über HDMI nicht ausgegeben wird und der analoge YUV-Ausgang unscharf ist, kann selbst ein fähiger Fernseher nicht für ein optimales Kinoerlebnis bei DVDs sorgen.

BDP 7200 menü
Menü Lautsprecher-Setup: Für fünf Boxen und den Subwoofer stehen Einstellmöglichkeiten
inklusive Pegelabgleich zur Verfügung.

Tonqualität

Im Testfeld bietet der Philips BDP 7200 die größte Flexibilität der Audioschnittstellen. Maximal 7.1.-Kanäle garantieren eine überlegene Raumabbildung, die HD-Tonformate bieten als HDMI-Bitstream und PCM-Ton unkomprimierte Klangqualität mit hoher Dynamik. AV-Receiver ohne HDMI-Schnittstelle werden mit einem hochwertigen 5.1-Downmix der HD-Tonformate versorgt, und auch analoger CD-Ton klingt sehr sauber.

BDP 7200 seitlich

500 Euro: Der neue BDP 7200 von Philips kann auch ältere Receiver mit
Mehrkanalton versorgen, spart sich aber die Schnittstelle für das Internet.

Fazit

Mit seinen klangstarken analogen und digitalen Ton­ausgängen empfiehlt sich der günstige Philips BDP 7200 auch für ältere AV-Receiver als flexibler Partner. Die sauberen Blu-ray-Kinobilder überzeugen. Leider kann der Holländer nicht ins Internet und ersetzt keinen hochkarätigen DVD-Player.

BDP 7200

 

 

Technische Ausstattung und Bewertung

BDP 7200 tabelle

 

 

Der Testbericht Philips BDP 7200 (Gesamtwertung: 82, Preis/UVP: 500 Euro) ist in audiovision Ausgabe 3-2009 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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