Onkyo TX-SR 806 (Test)

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Onkyo TX-SR 806 – AV-Receiver für 1.000 €

Mit dem TX-SR 805 landete Onkyo 2007 einen echten Coup: Ein AV-Receiver mit THX Ultra 2 für 1.200 Euro – das gab es vorher nicht. Jetzt setzt der Nachfolger TX-SR 806 noch einen drauf: Er bietet die allerneueste Norm THX Ultra 2 plus und kostet 200 Euro weniger.  

Ausstattung und Technik

Onkyo gibt sich generell spendabel: Gleich fünf HDMI-Eingänge hat kein anderer Testkandidat. Ebenfalls als Einziger im Test wandelt er nicht nur analoge Videosignale, sondern auch per HDMI zugespielte Bilder von Halb- in Vollbilder. Perfekt gelingt ihm das allerdings nicht, er erkennt beim De-Interlacing den Filmmode häufig nicht, was sich in Kantenflimmern bei Bewegungen äußert; etwas abgeschwächt tritt dieses Phänomen auch bei 1080i-Zuspielung auf. Material mit Standard-Auflösung von Fernseh- und Videokameras bearbeitet der Onkyo jedoch hervorragend und selbst bei Bewegung fehlerlos. Außerdem gibt es sieben Endstufen-Kanäle, ProLogic 2x inklusive Nutzungsmöglichkeit für DTS 5.1, einen 7.1-Eingang und einen 7.1-Vorverstärker-Ausgang sowie eine Multiroom-Funktion.
Wie die Receiver von Denon und Marantz verlässt sich der Onkyo auf die Audyssey-Einmessung MultEQ, die durch eine Frequenzgangkorrektur von Raum und Lautsprechern oft für eine echte Klangverbesserung sorgt. Zusätzlich hebt DynamicEQ die Bässe und Höhen gehörrichtig an, was die Klangbalance bei geringen Wiedergabepegeln verbessert.
In Sachen Bedienung bietet der Onkyo das modernste und schönste Paket im Testfeld. Die Schriften des Bildschirmmenüs sind feiner aufgelöst und dadurch besser lesbar als bei der Konkurrenz. Zudem blendet der TX-SR 806 selbst im Normalbetrieb wichtige Informationen ins laufende Bild ein, etwa beim Einstellen der Lautstärke. Die Fernbedienung wurde etwas abgespeckt, blieb aber übersichtlich.



Liegt gut in der Hand: Die neue Onkyo-Fernbedienung wirkt aufgeräumt und elegant.

Tonqualität

Mächtigste Bassimpulse schüttelte der Onkyo im Hörtest locker aus dem Ärmel. Kein Wunder, hat er doch von allen Testkandidaten die höchste Verstärkerleistung zu bieten: 5 x 131 Watt an acht Ohm und 5 x 155 Watt an vier Ohm sind selbst in dieser Preisklasse ein Wort. Die Gasflasche aus der Baustellen-Sequenz von "Casino Royale" explodiert daher mit etwas mehr Wucht und Selbstverständlichkeit als bei den Mitbewerbern. Auch bei "Givin’It Up" von George Benson und Al Jarreau gefällt das angenehme und präzise Klangbild, Stimmen und Instrumente stehen präzise im Raum, die Klangfarben passen perfekt. Mit dem Denon und dem Pioneer kann es der Onkyo in diesen Punkten locker aufnehmen, nur der Marantz zeigt noch etwas mehr Luftigkeit und Detailtreue. Die herkömmlichen Tonverfahren sollte man dem Onkyo über den Standard-Digitaleingang zuspielen, denn über HDMI gibt er sie mit rauer klingenden Stimmen und nicht so fein aufgelöst wieder.

1.000 Euro: Mit seiner gewölbten Front setzt sich der Onkyo optisch von seinen Mitbewerbern ab. An der Übersichtlichkeit ändert das ausgefallene Design nichts.

 

Mit HD-Ton glänzt der Receiver dann wieder, Dave Matthews und Tim Reynolds spielten ihr "Crash into me" sehr luftig, natürlich und räumlich. Ähnlich gut schlug sich der TX-SR 806 mit Stereo-Musik im Pure Audio-Modus: "Crystal" von Friend ’n Fellow ertönt leicht und locker, räumlich und mit gutem Bassfundament.



Spendabel: Fünf HDMI-Eingänge nach neuestem Standard wie beim Onkyo sind selbst
in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich.

Fazit

Dank 1a-Messwerten, überzeugender Technik und hervorragender Ausstattung sichert sich der Onkyo knapp den Testsieg. In Sachen Klang liegt allerdings der Marantz um eine Nasenlänge vorn.

 

 

Technische Ausstattung und Bewertung

 
 
 

 

Der Testbericht Onkyo TX-SR 806 (Gesamtwertung: 90, Preis/UVP: 1000 Euro) ist in audiovision Ausgabe 11-2008 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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