Mission M3I-Set (Test)

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Mission M3I-Set – Boxenset für 1.670 €

Mission M3I-Set – Boxenset für 1.670 €Wer auf eine satte Basswiedergabe setzt, für den gibt es im Grunde nur eines: Membran­fläche und noch mal Membranfläche. An diese alte Boxenbauer-Regel hielten sich die Entwickler von Mission bei der Frontbox des M3i-Sets. Die Kombi gibt es in Silber, Graphit, Kirsche oder Buche.

 

Technik

Gleich drei Bass-Chassis mit je 17 Zentimeter Durchmesser integrierten die Entwickler in der Frontbox M35i. Der oberste Tieftöner erhielt ein vollständig getrenntes Volumen mit eigenem rückwärtigem Bassreflexrohr und teilt sich mit dem dicht darunter sitzenden Hochtöner eine gemeinsame Montageplatte aus Kunststoff. Die beiden unteren Bass-Chassis kümmern sich ausschließlich um ganz tiefe Töne unterhalb von etwa 300 Hertz. Mission verwendet für die Membranen der Tief­töner ein Sandwichmaterial aus Aramidfasern und Papier. Das gleiche Material kommt auch für die 13-Zentimeter-Chassis des Centers M3c2i und der Surroundbox M31i zum Einsatz. Die Kalotten-Membran des mit Ferrofluoid gekühlten und von einem Neodym-Magneten angetriebenen Hochtöners besteht aus so genanntem Viotex, einem besonders feingewebten leichten Textilmaterial.

Das beliebte Downfire-Prinzip auf die Spitze treibt der Mission-Subwoofer M3aS: Bei ihm feuern nämlich sowohl Chassis als auch Bassreflexöffnung gen Fußboden. Als Ergebnis gibt es eine glatte Optik ohne sichtbare Technik – mit Ausnahme der Rückwand.

Mission M3I-Set – Boxenset für 1.670 €

Der oberste Tieftöner des Mission M35i übergibt
im Mitteltonbereich an den unter
ihm sitzenden Hochtöner.

Tonqualität Surround

Die Impedanzmessung offenbarte, dass die Zusammenschaltung von drei voluminösen Bass-Chassis durchaus zu Problemen führen kann: Mit einem Minimum von 2,65 Ohm bei 44 Hertz stellt die Frontbox M35i den angeschlossenen Verstärker vor erhebliche Probleme. Selbst der mit einer starken Stromversorgung ausgestattete und von audiovision für Lautsprecher-Hörtests genutzte Onkyo TX-NR 5000 E quittierte das mit einer eher undynamischen, flachen Basswiedergabe. Preiswerte AV-Receiver dürften hier vor allem bei hohen Lautstärken einfach abschalten.

Davon abgesehen gefiel die Mission-Kombi durch ein angenehmes, leichtfüßiges Klangbild, das von den auftretenden kleineren Mittelton-Verfärbungen nicht nachhaltig getrübt wurde. Dialoge zwischen Bilbo und Gandalf aus dem ersten Teil des "Herr der Ringe"-Abenteuers kamen sehr gut verständlich bei den Testern an – vorausgesetzt, sie saßen nicht zu weit seitlich vom Center. Getöse und Explosionen wie bei "Transformers" machten ebenfalls Spaß, reichten aber nicht an die Vorstellung von Magnat und Nubert heran. Deren Eindruck wirkte besser, weil dynamischer und wuchtiger.

Gut aufgenommene Mehrkanal-Musik wie beispielsweise "Live in New York" von Peter Cincotti passte da weit besser zum Charakter des Sets. Hier glänzte die Mission-Kombi durch räumliche Präsenz und angenehme Musikalität.
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Nur frontal vor dem Center sitzende Zuhörer genießen den optimalen Klang,
seitlich zeigen sich im Mitteltonbereich deutliche Pegelverluste.

Tonqualität Stereo

Mit Stereo-Musik gefällt Mission durchaus. Die Stimme von Constanze Friend auf der zusammen mit Thomas Fellow aufgenommenen Scheibe "Crystal" erklang zwar nicht ganz ohne Verfärbungen, aber immer angenehm. Auch die direkte, nach vorn gestellte Räumlichkeit findet Freunde.

Mission M3I-Set – Boxenset für 1.670 €
1.670 Euro: Mittels einer gemeinsamen Kunststoff-Blende fassen
die Mission-Boxen den obersten Tieftöner und den Hochtöner auch für das Auge zusammen.

 

Fazit

Absolut betrachtet macht sich das Mission-Set nicht schlecht. Allerdings muss es sich in diesem Testfeld drei übermächtigen Gegnern beugen, die vor allem verfärbungsärmer spielen. Ein technisches Manko besteht zudem in der allzu schwachen Impedanz der Frontboxen.

Mission M3I-Set – Boxenset für 1.670 €

 

Technische Ausstattung und Bewertung 

Mission M3I-Set – Boxenset für 1.670 €

 

 

Der Testbericht Mission M3I-Set (Gesamtwertung: 74, Preis/UVP: 1670 Euro) ist in audiovision Ausgabe 4-2008 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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